Darf Rot-Weiß-Rot heute wieder jubeln?
Nach Frankreich-Sensation wartet Litauen
- Brückner warnt vor Gegner: "Wir müssen clever sein"
- Ivanschitz in Startelf, Maierhofer stürmt statt Janko
·Entwarnung: Andi Ivanschitz ist dabei
Kapitän nach Muskel-
Beschwerden wieder fit
·Wieder fitter Säumel hofft auf Spieleinsatz
Serie A-Legionär zuletzt mit Muskelverletzung out
·Andi Herzog fordert
den nächsten Streich
Verlangt gegen Litauen
Steigerung in Offensive
·"Ein Vogel macht noch keinen Frühling"
Brückner nach Sieg über Frankreich zurückhaltend
·Österreich startet
mit Sensation in Quali
3:1 gegen Frankreich auf dem Weg zur WM 2010
·IHRE MEINUNG zum österreichischen Team
Mitreden: Sind Sie mit der Leistung zufrieden?
·Schafft Österreich
die WM-Qualifikation?
UMFRAGE: Fährt das
ÖFB-Team zur WM 2010?

Das österreichische Fußball-Nationalteam greift heute (20.30 Uhr/LIVE auf news.at) in Marijampole nach der Tabellenführung in Gruppe 7 der WM-Qualifikation. Nach dem sensationellen 3:1 zum Auftakt in Wien gegen Frankreich würde die ÖFB-Auswahl bei einem Sieg in Litauen zumindest bis zur kommenden Doppel-Veranstaltung Mitte Oktober an der Spitze stehen, sofern Serbien nicht gleichzeitig in Frankreich höher gewinnt.
Bei aller Euphorie über den Erfolg gegen den Vize-Weltmeister sind die Österreicher aber auch gewarnt. Immerhin wartet ein Gegner, der schon in jüngerer Vergangenheit immer wieder Achtungserfolge wie etwa ein Auswärts-1:1 in der EM-Qualifikation vor zwei Jahren gegen den damals frischgebackenen Weltmeister Italien erzielte. Und spätestens mit dem 3:0-Triumph in Rumänien bewies der aktuelle Spitzenreiter, dass er in der Lage ist, ein Wort um die ersten beiden Gruppenplätze mitzureden.
Kein Wunder also, dass Teamchef Karel Brückner großen Respekt vor dem Gegner zeigte. "Das 3:0 der Litauer in Rumänien war keine Überraschung. Sie haben stark gespielt und verdient gewonnen", behauptete der Tscheche, nach dessen Angaben die Balten-Truppe nicht allzu tief steht und nach "vier Grundsätzen" agiert, die es zu "annullieren" gelte. Dazu zählen laut Brückner unter anderem Angriffe mit hohen Bällen und aggressives Forechecking.
"Müssen clever sein"
"Wir müssen clever sein, denn Litauen ist eine läuferisch starke Mannschaft", sagte der 68-Jährige, der mit Tschechien ein Testspiel im vergangenen Mai in Prag gegen Litauen mit 4:0 gewann. "Aber das war nur ein EM-Vorbereitungsspiel. Die Litauer waren in der ersten Hälfte sehr gefährlich, in der zweiten sind sie eigentlich nur noch spazieren gegangen. Doch jetzt ist das eine andere Mannschaft", erzählte der Teamchef.
Kapitän Andreas Ivanschitz traut seiner Mannschaft den ersten Auswärtssieg in einem Bewerbsspiel seit dem Frühjahr 2005 (2:0 in der WM-Qualifikation in Wales) zu. "Jeder ist gut drauf und euphorisch", berichtete der Griechenland-Legionär, weiß aber auch um die Schwierigkeit der Aufgabe. "Nach dem Videostudium sind wir gewarnt. Wir wissen, dass harte Arbeit auf uns zukommt, und das gegen einen Gegner, der frech nach vorne spielt und hinten gut steht. Gegen die Rumänen sind die Litauer 90 Minuten lang auf- und abgelaufen, trotzdem glaube ich, dass wir dort bestehen können."
"Wollen Weg weitergehen"
Um im Baltikum in der Erfolgsspur zu bleiben, müsse die ÖFB-Auswahl "ruhig und nicht zu naiv spielen", forderte Ivanschitz. "Es wird ein schweres Spiel, aber wir sollten schon versuchen, zumindest einen Punkt zu machen." Damit würde man auch den jüngsten Aufwärtstrend bestätigen. "Die Mannschaft macht eine gute Entwicklung. Wir wollen unseren Weg weitergehen."
Auch "Team-Trainer" Jan Kocian hat nach der Sensation gegen Frankreich Lust auf mehr bekommen. "Die Spieler haben erkannt, dass der Frankreich-Sieg nichts wert ist, wenn wir nicht nachlegen", betonte der Slowake, der sich vorstellen könnte, dass die Litauer vor eigenem Publikum mit zwei Stürmern agieren. "Aber egal, wie sie spielen, wir sind auf alles vorbereitet."
Janko nur auf der Bank
Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft geht in Marijampole weitgehend mit jener Mannschaft ins WM-Qualifikationsspiel gegen Litauen, die zum Auftakt Frankreich mit 3:1 bezwungen hatte. Einzige Ausnahme bildet Rapid-Stürmer Stefan Maierhofer, der den angeschlagenen Marc Janko als Solospitze im 4-2-3-1-System ersetzt.
Janko, der zuletzt gegen Italien und Frankreich getroffen hatte, sitzt wegen Magen-Darm-Problemen nur auf der Bank. Wegen einer ähnlichen Erkrankung war bereits Portugal-Legionär Roland Linz vorzeitig aus dem Teamcamp abgereist. Ebenfalls nur Ersatz ist Jürgen Säumel, Kapitän Andreas Ivanschitz steht dagegen nach seinen überwundenen Muskelproblemen in der Startformation.
LITAUEN - ÖSTERREICH
Marijampole, Suduva-Stadion, 20.30 Uhr MESZ/LIVE auf news.at SR Paolo Tagliavento/ITA
Startaufstellung Österreichs für WM-Qualifikationsspiel in Litauen:
Manninger - Garics, Prödl, Stranzl, Pogatetz - Aufhauser, Scharner - Harnik, Ivanschitz, Fuchs - Maierhofer
