Chelsea erteilt den 'Citizens' eine Lektion:
City-Neuverpflichtung Robinho reicht nicht
- 32,5-Millionen-Verpflichtung trifft beim Liga-Debüt
- "ManU" gegen Liverpool für Ferguson wie "Fünftligist"
·Ex-Chelsea-Star Zola
wird West Ham-Coach
Italiener 1. ausländischer
Coach bei den 'Hammers'
·Herber Dämpfer für Chelseas Ambitionen
Mittelfeldmotor Essien
erleidet Kreuzbandriss

Ein Robinho macht noch keinen Fußball-Spitzenclub. Der 32,5-Millionen-Pfund-Einkauf von Manchester City, das seit der Übernahme durch das Golfemirat Abu Dhabi vor zwei Wochen in Öl-Dollars "schwimmt", traf zwar prompt gegen Vizemeister Chelsea, doch die "Blues", mit dem vergleichsweise bescheidenen Vermögen des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch ausgestattet, erteilten den "Hellblauen" eine deutliche 3:1-(1:1)-Lektion und verteidigten die Tabellenspitze der englischen Premier League erfolgreich. "Blaue Sonnenfinsternis für Robinho", titelte die "Mail on Sunday".
Die 1:2-(1:1)-Niederlage beim Erzrivalen Liverpool FC brachte derweil Manchester-United-Trainer Sir Alex Ferguson in Rage. "Wie ein Fünftligist" habe der Meister und Champions-League-Sieger an der Anfield Road verteidigt. Zum ersten Mal verlor "Fergie", dessen Team enttäuschend in die Saison startete, gegen seinen Widersacher Rafael Benitez auf der Liverpool-Bank. "Nun träumt Anfield schon vom ersten Meistertitel seit 1990", schrieb der "Sunday Telegraph" nach dem Sieg der "Reds".
Die erste Viertelstunde lief für ManCity noch wunschgemäß. Robinho verwandelte gekonnt einen Freistoß (13. Minute) und sorgte im "City of Manchester"-Stadion, wo einige Fans in Huldigung der neuen Eigner in Scheich-Outfits erschienen waren, für grenzenlosen Jubel. Doch der Spitzenreiter aus West-London schlug mit Verteidiger Ricardo Carvalho umgehend zurück (16.) und münzte seine spielerische Überlegenheit nach dem Wechsel in Tore von Frank Lampard (53.) und Nicolas Anelka (67.) um.
Nun Chelsea gegen ManU
"Ich freue mich für Robinho", lautete der Kommentar von Chelseas Coach Luiz Felipe Scolari zum erfolgreichen Einstand seines brasilianischen Landsmannes bei den "Citizens", ehe der zynische Nachsatz folgte: "Ich freue mich über unseren Sieg." In der nächsten Runde kommt es zum großen Schlager zwischen Chelsea und Manchester United.
Für die Wiederauflage des jüngsten Champions-League-Finales in einer Woche muss sich der Meister aber noch steigern. Zwar erwischte United die Liverpooler Gastgeber zunächst kalt, als Carlos Tevez nach schöner Vorarbeit von 38-Millionen-Euro-Neuzugang Dimitar Berbatow einnetzte (3.). Ein Eigentor von Verteidiger Wes Brown sorgte aber nach einer halben Stunde für den Ausgleich, und dem eingewechselten Ryan Babel gelang in der 77. Minute der entscheidende Treffer für die "Reds". Ferguson ließ danach seinem Ärger freien Lauf: "Wir nehmen von hier nichts Positives mit."
(apa/red)
