Handbiker Schattauer holt drittes ÖPC-Gold:
49-jähriger Wiener deklassiert Konkurrenz
- Zweitplatzierter lag bereits fast eine Minute zurück
- Wolfgang Eibeck holt Silbermedaille im Zeitfahren
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Mit Gold und Silber hat das österreichische Paralympics-Team in Peking seine Erfolgsbilanz auf vier Medaillen - darunter dreimal Gold - aufpoliert. Dafür verantwortlich waren der Handbiker Wolfgang Schattauer und Radfahrer Wolfgang Eibeck. Während Schattauer seine Konkurrenten dominierte und den Zweitplatzierten um fast eine Minute distanzierte, kam für Eibeck die Medaille unerwartet. Die Leichtathleten Thomas Geierspichler und Günther Matzinger verpassten Bronze nur hauchdünn.
Eindrucksvoll war die Vorstellung von Schattauer. Der 49-jährige Wiener fuhr die 12,7 Kilometer lange Strecke in 29:57,77 Minuten praktisch im Alleingang. "Wie ich vor neun Jahren den Unfall hatte und acht Wochen in der Intensivstation gelegen bin, habe ich mir nicht vorstellen können, dass es so funktioniert", strahlte der zweifache Weltmeister, der vor seinem Unfall 13 Jahre Triathlon als Leistungssport betrieben hatte.
Am wenigsten hatte am sechsten Bewerbstag Radfahrer Eibeck eine Medaille erwartet. Nach enttäuschenden Leistungen auf der Bahn reichte es für den 35-jährigen Wiener im Zeitfahren auf der Straße aber doch noch zu Silber, womit er wegen seiner schwachen Form selbst nicht mehr gerechnet hatte. "Das Zeitfahren habe ich aber immer auf meiner Rechnung gehabt. Die Bedingungen sind mir heute entgegengekommen - eine Entschädigung für den bisherigen Verlauf der Spiele", freute sich der Titelverteidiger.
Etzelsdorfer auf Platz sechs
Handbiker Christoph Etzelsdorfer, der vor vier Jahren in Athen Gold geholt hatte und in Peking als Fahnenträger auserwählt worden war, erwischte einen schlechten Tag und wurde Sechster. Nicht besser erging es Manfred Gattringer, der sich im Radzeitfahren an der 8. Stelle klassierte. Für 400-m-Läufer Günther Matzinger reichte es als Vorlauf-Zweiter im Finale nur zu Rang fünf, ihm fehlten in 49,56 Sekunden lediglich 5/100 auf Bronze.
Tennisspieler chancenlos
Ebenso knapp über dieselbe Distanz fuhr Rennrollstuhlfahrer Thomas Geierspichler am Edelmetall vorbei. Der Salzburger, dessen Paradedisziplinen über 800 m und die Marathondistanz erst kommen, musste sich in 1:01:03 Minuten mit "Blech" zufriedengeben. Keine Chance hatten hingegen die Rollstuhl-Tennisspieler Martin Legner und Thomas Mossier, die im Doppel-Viertelfinale den als Nummer eins gesetzten Titelverteidigern Shingo Kunieda/Satoshi Saida (JPN) 2:6,1:6 unterlagen.
(apa/red)
