Vevera holt 2. Goldmedaille für Österreich:
Paralympionike gewinnt Tischtennisbewerb
- Finalgegner Jae-Kwan Cho glatt in 3 Sätzen besiegt
- Läufer Matzinger übersteht 200 m Vorlauf souverän

·42-Jährige gewinnt
1. Gold für Österreich
Paralympics: Scherney
im Weitsprung siegreich
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Rollstuhl-Kugelstoßer
rot-weiß-rote Hoffnung
Andreas Vevera hat am fünften Bewerbstag der 13. Paralympics in Peking die zweite Goldmedaille für Österreich geholt. Der Niederösterreicher setzte sich im Finale der Klasse 1 überraschend deutlich gegen den Koreaner Cho Jae-kwan, dem er im ersten Vorrundenspiel noch knapp unterlegen war, 3:0 (7,9,9) durch. Die erste Goldmedaille für das ÖPC hatte Andrea Scherney bereits zuvor im Weitsprung (Klasse F44) geholt.
"Gold für Österreich im Tischtennisland China - ich bin überwältigt", war Veveras erste Reaktion nach seinem bisher größten Karriereerfolg. "Als ich vor 20 Jahren mit Tischtennis begonnen habe, wollte ich einmal im Leben Autogramme geben." Dazu hatte er ausgiebig Gelegenheit - Vevera wurde nach seinem Sieg im Finale vor der Tischtennishalle von hunderten chinesischen Fans belagert, genoss den Rummel aber sichtlich. Bisher hatte der Kanzleibedienstete einer Schule einen Europa- und einen Vizeweltmeistertitel als größten Erfolg vorzuweisen
Der 37-Jährige, der seit einem Badeunfall 1988 im Rollstuhl sitzt, war besonders bei den "Big Points" bei entscheidenden Spielständen gegen Ende des zweiten und ritten Satzes zu Stelle. Im zweiten Satz nahm sich Cho bei 9:9 ein Timeout, das allerdings Vevera nützte, um die Konzentration wieder zu finden. 11:9 lautete der Endstand. Vevera geriet im dritten Satz 7:9 in Rückstand und nahm seinerseits eine Auszeit. Danach machte der Koreaner keinen Punkt mehr.
Auftritt im Vogelnest sollte motivieren
Läufer Günther Matzinger dürfte das "Vogelnest"-Stadion besonders motivieren. Nach seinem siebenten Platz über 200 m gewann der Salzburger seinen Vorlauf über 400 m. Damit nicht genug, erzielte Matzinger mit 49,43 Sekunden persönliche Saisonbestleistung und war nur um vier 4/100 Sekunden langsamer als der Sieger des zweiten Vorlaufs, der Australier Francis Heath.
Mit der Saisonbestleistung von 1:00,86 Minuten zog Rennrollstuhlfahrer Thomas Geierspichler ins 400-m-Finale ein. Schneller als der Salzburger waren nur Dean Bergeron (CAN) und Tomoya Ito (JPN).
Licht und Schatten gab es für Rollstuhl-Tennisspieler Martin Legner. Der als Nummer acht gesetzte Tiroler, bisher im Einzel souverän, musste sich im Achtelfinale dem Niederländer Ronald Vink in zwei Sätzen geschlagen geben. Am Nachmittag im Doppel klappte es besser. Das Duo Legner/Thomas Mossier schlug die französische Paarung Majdi/Peifer mit 6:3,6:4. Gegner im Viertelfinale sind die topgesetzten Titelverteidiger Kunieda/Saida aus Japan.
(apa/red)
