9/11 jährt sich zum siebten Mal: Schweige- minute im Gedenken an die 3.000 Opfer
- Gedenkveranstaltungen quer durch das ganze Land
- US-Spitzenkandidaten besuchen den Ground Zero
·BILDER: Amerika gedenkt 9/11-Opfern
Ground Zero: Schweige- minute für Todesopfer
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Überall in den USA haben die Menschen in einer Schweigeminute der fast 3.000 Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 gedacht. In New York herrschte bei der großen Zeremonie in der Nähe des Ground Zero am siebten Jahrestag um genau 8.46 Uhr Ortszeit absolute Stille. Um diese Zeit war das erste der entführten Flugzeuge in den Nordturm des World Trade Centers gerast.
In Washington gedachten Präsident George W. Bush und seine Frau Laura auf dem Südrasen des Weißen Hauses der Opfer. Auch in zahlreichen anderen Städten quer durch das Land gab es Gedenkveranstaltungen. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sagte, die unvorstellbare Katastrophe von damals werde für immer "im Herzen und in der Geschichte" Amerikas lebendig bleiben.
Auch der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat der Opfer der Attacke auf das Pentagon gedacht. In einer Feierstunde auf dem Gelände des Ministeriums vor den Toren der Bundeshauptstadt sprach Rumsfeld, der damals das Pentagon leitete, von einer dunklen Nacht für die USA, die zugleich Amerikas Stärke und Mut offenbart habe.
Pause im Wahlkampf
An diesem Gedenktag haben die US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain und Barack Obama den Wahlkampf ruhen lassen. Beide besuchten gemeinsam den Ground Zero in New York, wo einst die beiden Türme des World Trade Centers standen.
Die Rivalen hielten kurz an und sprachen mit Angehörigen der Opfer. Sie legten in stillem Gedenken Blumen nieder und neigten ihre Köpfe, bevor sie weitergingen, um mit Feuerwehrleuten und Polizisten zu sprechen. Reden wurden keine gehalten. Wie schon in den vergangenen Jahren waren in Lower Manhattan zwei blaue Lichtsäulen am Himmel zu sehen, die an die eingestürzten Türme erinnern sollten.
Gedenkstätte im Pentagon
Am Pentagon in Washington hat Verteidigungsminister Robert Gates die erste nationale Gedenkstätte für die Opfer der Terroranschläge eingeweiht. 184 Menschen waren 2001 ums Leben gekommen, als eines der entführten Flugzeuge auf das US-Verteidigungsministerium stürzte. Für jedes der Opfer wurde eine Stahlbank aufgestellt, auf der der Name eingraviert ist. Die Gedenkstätte am Ground Zero in New York soll nach bisheriger Planung am zehnten Jahrestag eingeweiht werden.
Zweifel an der Schuldfrage
In der Schuldfrage gibt es einer neuen Studie zufolge weltweit immer noch viele Zweifler. Nur in 9 von 17 Ländern ist eine Mehrheit davon überzeugt, dass die islamistische Terrororganisation El Kaida die Anschläge verübte, ergab eine Umfrage von WorldPublicOpinion. Vor allem im Nahen Osten machten viele Befragte die USA oder Israel für die Anschläge verantwortlich. In Ägypten etwa sahen 43 Prozent Israel hinter den Anschlägen, in der Türkei gaben 36 Prozent der US-Regierung die Schuld. Für die Umfrage wurden mehr als 16.000 Menschen in 17 Ländern befragt.
(apa/red)
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