Mittwoch, 10. September 2008

Nach schweren Verwüstungen auf Kuba:
"Ike" bewegt sich auf Südküste der USA zu

  • Hurrikan soll Ende der Woche in Texas ankommen
  • Präsident Bush ruft vorsorglich den Notstand aus

Mit Hochdruck haben sich die USA auf die Ankunft des Hurrikans "Ike" vorbereitet, der in der Karibik eine Spur der Verwüstung hinterließ. Präsident George W. Bush verhängte den Notstand über den Bundesstaat Texas, während die örtlichen Behörden an der Golfküste die ersten Evakuierungen anordneten.

Die Bewohner der Küstengegend südlich der texanischen Stadt Galveston wurden angewiesen, ihre Häuser zu verlassen und im Landesinneren Zuflucht zu suchen. Der Ölkonzern Shell evakuierte seine Bohrplattformen im Golf von Mexiko, wo "Ike" über dem warmen Wasser an Kraft gewann.

Mit der Erklärung des Notstands ermöglichte Bush die Freigabe von Bundesgeldern zur Hilfe in den betroffenen Gebieten. Die Mittel sollten sicherstellen, "dass jeder in Sicherheit gelangen kann", teilte die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA mit. Die US-Luftwaffe und die texanische Nationalgarde flogen Personal, medizinische Produkte und andere Hilfsgüter zum Flughafen Corpus Christi in Süd-Texas.

Der Hurrikan hatte in der Karibik bereits mehr als hundert Menschen getötet. Am Mittwoch trieb er nach Berechnungen des US-Hurrikanzentrums in Miami mit etwa 13 Stundenkilometern über dem Golf von Mexiko auf die texanische Küste zu, wo er gegen Ende der Woche erwartet wurde. Seine Windböen peitschen mit bis zu 150 Kilometern pro Stunde übers Wasser. Die Wetterexperten gingen davon aus, dass "Ike" die Küste als Sturm der Stärke drei auf der fünfteiligen Hurrikan-Skala erreichen könnte.

(apa/red)

10.9.2008 19:25