Parlamentswahlen in Ruanda begonnen:
Koalition um Präsident Kagame als Favorit
- Komplexes Verfahren entscheidet über Volksvertreter
- Mit offiziellem Wahlergebnis in zehn Tagen gerechnet

Im ostafrikanischen Kleinstaat Ruanda haben die Parlamentswahlen begonnen. Die Wahlen für die 80 Abgeordneten des knapp zehn Millionen Einwohner zählenden Landes dauern vier Tage. Zunächst standen die Wahlen für 53 direkt gewählte Abgeordnete an. In den kommenden Tagen werden 24 Vertreter der Frauen, zwei Jugendvertreter und ein Abgeordneter für die Behinderten für eine fünfjährige Amtszeit ins Parlament gewählt.
Beobachter gehen davon aus, dass die Ruandische Patriotische Front (RPF) von Präsident Paul Kagame erneut stärkste Partei wird. Als Oppositionsparteien treten die Sozialdemokraten und die Liberalen zu den Wahlen an. Mit einem offiziellen Wahlergebnis wird erst in etwa zehn Tagen gerechnet.
Die Europäische Union hat ein Beobachterteam mit 67 Mitgliedern, darunter 17 Langzeitbeobachter, nach Ruanda geschickt. Bei der Parlamentswahl im Jahr 2003 hatten die EU-Beobachter zahlreiche Mängel festgestellt. Auch Menschenrechtsgruppen klagten damals über Einschüchterungen von Oppositionspolitikern.
(apa/red)
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