Schwere Krawalle bei Demo gegen NPD:
12 Polizisten und 14 Demonstranten verletzt
- Gegendemonstranten stießen auf NPD-Aufmarsch
- Brandanschläge auf Bahnstrecken in Ostthüringen

Rund 1.800 Demonstranten haben im thüringischen Altenburg gegen einen NPD-Aufmarsch von 1.000 Rechtsextremisten protestiert. Die Polizei habe die beiden Lager strikt voneinander getrennt, erklärte ein Sprecher. Es seien Steine und Flaschen geworfen worden.
Zwölf Polizisten und 14 Gegendemonstranten erlitten leichte Verletzungen, 24 Personen wurden vorübergehend festgenommen. Die Veranstaltungen seien aber überwiegend friedlich verlaufen, hieß es.
Zuvor verübten Unbekannte drei zeitgleiche Anschläge auf Bahnstrecken in der Gegend. Die Brandanschläge auf Signale in Jena, nahe Ronneburg und bei Hermsdorf behinderten den Zugverkehr auf zwei Strecken, wie ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion in Erfurt mitteilte. Es kam zu Verspätungen, teilweise wurden Busse eingesetzt.
Die Züge fahren dem Sprecher zufolge aber wieder weitgehend normal. Der Schaden wurde auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Ob ein Zusammenhang mit der NPD-Veranstaltung bestand, war nach Angaben des Sprechers zunächst nicht klar. (apa/red)
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