USA mit Bolivien und Venezuela in Konflikt:
Diplomatische Beziehungen auf Eis gelegt
- Botschaftern wurde nahegelegt, Land zu verlassen
- Chavez droht: "Scheiß-Yankees, geht zum Teufel"

·Bolivien: Morales bleibt wohl im Amt
Rund 60 % der Wähler gaben ihm ihre Stimme
·Lateinamerika in mehreren Rot-Tönen
'Lula', Bachelet, Chavez:
Links ist nicht gleich links
Im diplomatischen Konflikt mit Bolivien und Venezuela haben die USA nachgelegt. Die US-Regierung wies nach dem bolivianischen Botschafter auch den venezolanischen Spitzendiplomaten aus. Der US-Schritt erfolgte einen Tag, nachdem der Venezuelas Präsident Chavez seinerseits den US-Botschafter in Caracas zur Abreise aufgefordert und seinen eigenen Botschafter in Washington abberufen hatte.
Chavez hatte sich damit nach eigenen Angaben mit Bolivien solidarisiert, dessen Präsident Morales zuvor den US-Botschafter in La Paz, Philip Goldberg, zur "unerwünschten Person" erklärt hatte. Er warf ihm vor, oppositionelle Gruppen in seinem Land unterstützt zu haben.
Der Sprecher des US-Außenministeriums, Sean McCormack, nannte die Maßnahmen der beiden Präsidenten einen "verzweifelten Schritt", um dem wachsenden internen Widerstand im eigenen Land zu begegnen. Die Schritte spiegelten die Schwäche von Morales und Chavez angesichts von innenpolitischen Herausforderungen und ihre Unfähigkeit, "effektiv" mit dem Ausland zu kommunizieren, "um Unterstützung von außen aufzubauen".
Der US-Botschafter in La Paz, Philip Goldberg, wurde zuvor aufgefordert, das Land zu verlassen. Venezuelas Staatspräsident Chavez zog nach und veranlasste die Ausweisung des US-Botschafters Patrick Duddy "aus Solidarität mit Bolivien". "Scheiß-Yankees, geht zum Teufel!", schimpfte der international umstrittene Chavez. "Wir sind ein Volk mit Würde, also fahrt hundertmal zur Hölle!"
Bolivien: Konflikte mit der Opposition
Unterdessen verschärfte sich in Bolivien der Konflikt zwischen Indio-Präsident Morales und den von der Opposition dominierten Regionen des Landes. Bei gewaltsamen Zusammenstößen von Anhängern beider Seiten kamen am Donnerstag mindestens neun Menschen ums Leben.
Chávez warnte vor einem Sturz der Regierung Morales und drohte mit einem Eingreifen. "Ohne mich in interne Angelegenheiten Boliviens einmischen zu wollen, appelliere ich an die Militärs in Bolivien: Wenn Evo gestürzt wird, wenn Evo getötet wird, dann glaubt mir, dass ich in dem Fall grünes Licht haben werde, um jede bewaffnete Bewegung in Bolivien zu unterstützen". (apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
