Große Reise einer kleinen Meerjungfrau: Kopenhagen schickt Wahrzeichen nach China
- Statue soll im dänischen EXPO-Pavillion glänzen
- Rechtspopulisten wollen Reise unbedingt verhindern

Viel hat sie schon mitgemacht: Mehrmals verlor sie den Kopf, angesprüht wurde sie auch schon und nun soll sie um die halbe Welt reisen: Die Rede ist von der Kleinen Meerjungfrau, dem Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Die Wirtschaftsministerium vergab den Auftrag zur Gestaltung des dänischen Beitrags zur Weltausstellung 2010 in Shanghai an das Architekturbüro BIG (Bjarke Ingels Group), das die weltberühmte Figur zur Hauptattraktion des dänischen Pavillons machen will.
Die rechtspopulistische Dänische Volkspartei (DF) trachtet bereits danach, die Reise der Meerjungfrau zu verhindern. Die Unterstützungspartei von Premier Anders Fogh Rasmussen fürchtet eine "riesige Enttäuschung" bei Touristen, die das "nationale Kleinod" während der geplanten sechsmonatigen Abwesenheit der Statue vergeblich im Hafen von Kopenhagen suchen würden - so drückte es Carl Christian Ebbesen, der Fraktionsführer der DF im Kopenhagener Stadtrat laut der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau aus.
Die Kleine Meerjungfrau wurde vom dänischen Bildhauer Edvard Eriksen zu Ehren des Schriftstellers Hans Christian Andersen geschaffen, der vor allem wegen seiner Märchen auf der ganzen Welt bekannt ist. Seit 1913 sitzt die Kleine Meerjungfrau an der Einfahrt des Kopenhagener Hafens. Rund eine Million Touristen fahren jährlich an ihr vorbei. (apa/red)
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