SPD bringt sich gegen Merkel in Stellung: Schröder soll für Steinmeier wahlwerben
- Schröders Rückkehr würde Ex-Führung komplettieren
- Ex-Kanzler arbeitet heute als Berater für China

·Geschasster Beck
rechnet mit Berlin ab
Ex-Vorsitzender wirft der
SPD Vertrauensbruch vor
·D: Sozialdemokraten nominieren Spitzenduo
Müntefering & Steinmeier fordern Geschlossenheit
·Merkel kritisiert
SPD-Personalrochade
Entspricht nicht "der Würde einer Volkspartei"
·Beck scheiterte an Führungsschwäche
Negative Schlagzeilen seit Amtsantritt 2006
·Fehlinformationen als Grund für Rücktritt
Beck begründet seinen Schritt in einer Erklärung
SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier wird im deutschen Bundestagswahlkampf 2009 offenbar prominente Unterstützung erhalten: Nach einem Bericht der "Rheinischen Post" soll Altkanzler Gerhard Schröder mit mehreren Wahlkampfauftritten für Steinmeier werben. Die Pläne für einen Wahlkampf-Einsatz Schröders würden derzeit konkretisiert, schreibt die Zeitung.
Mit der Rückkehr Schröders als Wahlkämpfer wäre die frühere SPD-Führung wieder vereint. Steinmeier hatte unter Schröder das Kanzleramt geleitet, Müntefering zeitweilig den Partei- und Fraktionsvorsitz inne. Die drei Spitzen-Sozialdemokraten hatten auch in den vergangenen Jahren Kontakt gehalten, zuletzt in der Debatte um die SPD-Führungskrise und Steinmeiers Kanzlerkandidatur, die im Rücktritt von SPD-Chef Beck gipfelte. Gemeinsam stehen sie für die Reformen der Agenda 2010, die die SPD in eine tiefe innerparteiliche Krise gestürzt und 2005 zu Neuwahlen geführt hatten, die Schröder am Ende knapp verlor.
Vom Kanzler zum Naturheilkundler
Schröder ist nach dem Rücktritt Oskar Lafontaines 1999 Parteivorsitzender der SPD geworden. In dieses Amt wurde er im Herbst der Jahre 1999, 2001 und 2003 wiedergewählt. Im Jahre 2004 trat er vom Parteivorsitz zurück, Franz Müntefering wurde sein Nachfolger. Seit 2007 ist Schröder unter anderem damit beschäftigt, als Berater für China die traditionelle chinesische Medizin in Europa populär zu machen.
(apa/red)
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