SPÖ & FPÖ führen "Entlastungsgespräch": Erste Anzeichen für eine rot-blaue Koalition?
- Bundesgeschäftsführerin Bures: 'Keinen einzigen Tag'
- Kickl: 'Es wurde nicht über Koalitionen gesprochen'

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SPÖ-Chef Faymann und FPÖ-Bundesparteiobmann Strache haben sich zu Verhandlungen betreffend eines sozialen Entlastungspaketes getroffen. Strache begrüßte es ausdrücklich, dass Faymann die Gespräche nicht verweigere und damit ein Schritt in die richtige Richtung gesetzt werde. SPÖ-Bundes-
Geschäftsführerin Bures meinte, es werde aber "keinen Tag eine Koalition mit FPÖ und BZÖ geben".
FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl erklärte, es sei "überhaupt nicht über Koalitionen gesprochen" worden. Es habe sich um einen ersten Gedankenaustausch gehandelt. Ob rot-blau wahrscheinlicher geworden sei? - Kickl: "Überhaupt nicht. Wir sind auch mit der ÖVP gesprächsbereit, wenn es um Verbesserungen für die Österreicher geht". Wann ein Termin mit der ÖVP anstehe, weiß Kickl aber noch nciht.
SPÖ-Chef ohne "Vranitzky-Doktrin"
Strache sagte, im Detail sei das Fünf-Punkte-Programm des SPÖ-Chefs beleuchtet worden, das Thema Pflegegeld, die Hacklerregelung und die Studiengebühren. Konkrete Ergebnisse habe es bis dato keine gegeben. Es sei ein sehr interessantes und wichtiges erstes Gespräch gewesen, da der SPÖ-Chef offenbar von seiner bisherigen "Vranitzky-Doktrin" abkomme, betonte Strache und ergänzte, er hoffe, dass dies nicht nur ein taktisches Manöver sei.
Bures sagte, man habe vereinbart, dass es noch weitere Gespräche auf Klub- und Fachebene geben wird. "Wir haben immer gesagt, dass wir über Maßnahmen gegen die Teuerung noch vor der Wahl Sachgespräche mit allen Parteien führen wollen". Beim SPÖ-FPÖ-Gespräch waren seitens der Sozialdemokraten Faymann und Bures, von der FPÖ Strache und Kickl anwesend. Laut Bures werde die SPÖ noch diese Woche Gespräche mit den anderen Parteien zum Anti-Teuerungspaket führen.
(apa/red)
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