Gutachen im Mordfall Sekowitsch: Wie stark
war Verdächtiger bei der Tat alkoholisiert?
- Verhafteter spricht von Black-Out durch Alkohol
- Ermordeter Ex-Boxer wird am Nachmittag beerdigt

·Blankes Entsetzen
bei den Nachbarn
Fassungslosigkeit über Mord an Edip Sekowitsch
·Der "Stier" sank
für immer in die Knie
Porträt von Box-Champ Edip Sekowitsch
Im Mordfall Edip Sekowitsch soll ein Gutachten Aufschluss über den Grad der Alkoholisierung des mutmaßlichen Täters geben. Der verdächtige 26-jährige Tschetschene war unmittelbar nach der Bluttat in den frühen Morgenstunden in Wien-Wieden gefasst worden und verantwortet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wien nach wir vor damit, so betrunken gewesen zu sein, dass er sich an nichts mehr erinnern könne.
Ex-Boxer Edip Sekowitsch war durch fünf Stiche - einer davon traf das Herz - getötet worden. Seine Leiche wurde in unmittelbarer Nähe seines Lokals "Champ's Pub" am Wiedner Gürtel gefunden. Der Bluttat war offenbar ein Streit zwischen dem 50-Jährigen und dem Tschetschenen in dem Pub vorausgegangen. Sekowitsch soll noch gesagt haben: "Lass das Messer stecken." Die mutmaßliche Tatwaffe wurde von Ermittlern in einem ein paar Meter entfernten Blumentrog sichergestellt.
Der gebürtige Serbe Sekowitsch, als früherer Europa- und Weltmeister einer der erfolgreichsten österreichischen Boxer, hatte sich jahrelang im Kampf gegen Kriminalität und Drogen engagiert. Zuletzt hatte er die Aktion "Stoppt Gewalt an Schulen" initiiert. Sekowitsch wird heute, Donnerstag, Nachmittag nach einer öffentlichen Trauerfeier auf dem Wiener Zentralfriedhof beerdigt. (apa/red)
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