Kriminalität 2008 um 5,8 Prozent gesunken:
Jugendstraftaten aber rund ein Viertel mehr
- Delikte von 10- bis 14-Jährigen um 23,5% gestiegen
- Diebstahl und Raub sind österreichweit rückläufig

·NEWS: Im Visier von kriminellen Finten
Jeder siebte Österreicher Opfer von Einbruch & Co.
·Kriminalitätsrate: Die
vielen Wahrheiten
"Sicherheit" wird zum großen Wahlkampfthema
·Zahl der Anzeigen ist deutlich gesunken
Aber immer mehr Kinder landen auf der Polizei
Einen Rückgang der Gesamtkriminalität um 5,8 Prozent von Jänner bis August weist die von Innenministerin Fekter präsentierte Kriminalitätsstatistik aus. Die Zahl der Anzeigen insgesamt sank in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr von 397.459 auf 374.551 Fälle. Die Anzahl der Delikte, die von Zehn-bis 14-Jährigen begangen wurden, stieg hingegen um 23,5 Prozent von 3.583 auf 4.370.
Erfreulich sei, dass die Kriminalität in allen Bundesländern zurückgegangen sei, am stärksten im Burgenland (minus 13,7 Prozent), am wenigsten stark in Wien (minus 2,3 Prozent). Auch in den meisten Grenzbezirken sowie gebe es einen Rückgang, so Fekter. Ausnahmen bildeten etwa der Bezirk Mattersburg (plus 19,4 Prozent), wo sich eine Bande speziell in Kantinen und Sportstätten herumgetrieben habe. In Freistadt (plus 16,5 Prozent) habe eine Serie von betrügerischen Haustürgeschäften zum Anstieg geführt.
Die Deliktsbereiche Diebstahl, Einbruchsdiebstahl und Raub seien österreichweit rückläufig, so die Ministerin. Gestiegen seien die strafbaren Handlungen gegen die Sittlichkeit (plus 5,7 Prozent) sowie gegen Leib und Leben (plus 1,5 Prozent). Ein Rückgang von 14,7 Prozent wurde bei Sachbeschädigungen an Pkw und Kombis verzeichnet. Bei öffentlichen Einrichtungen gingen die Sachbeschädigungen um 10,7 Prozent zurück.
Im Bereich der Kinderkriminalität, wo es einen starken Anstieg gegeben hatte, sprach sich Fekter dafür aus, auch Zwölf- bis 13-Jährige diversionsfähig zu machen. Dabei gehe es "nicht um Strafen im Sinne von ins Gefängnis stecken" oder um Gerichtsverfahren. Aber sie sollten sich beim Opfer entschuldigen und den Schaden wiedergutmachen. Gemeinnützige Arbeit, etwa Zusammenräumen, könne auch ein 13-Jähriger machen, wenn Vandalismus passiert sei. (apa/red)
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