Freitag, 5. September 2008

Die Energiepreise steigen - Wie Heimwerker jetzt der Kostenfalle entkommen


Auch bei bester Wärmedämmung können undichte Fugen in der Gebäudehülle Wärmeverluste verursachen und als Folge höhere Energiekosten sowie - in letzter Konsequenz - auch Bauschäden hervorrufen.

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Noch mehr Tipps und Tricks zur Wärmedichtung


„Luftdicht“ bedeutet, dass Luft aus dem Raum nicht nach außen dringen kann. „Winddicht“ hingegen, dass vorbei streichende Außenluft (Wind) nicht in die Dämmung von außen eindringen kann.

Übrigens: Verabschieden Sie sich von der häufig noch vertretenen Meinung, dass undichte Fenster und Türen für nötige Frischluftzufuhr sorgen!

Warum ist eine luftdichte Gebäudehülle so wichtig?
* Große Wärmeverluste durch Undichtheiten aufgrund von Baufehlern, vor allem bei tiefen Temperaturen und starkem Wind
* Häufig ein „schleichender Vorgang“ – erst in der nächsten Heizperiode sichtbar
* Unangenehme Zugluft (Kaltluftsee – kalte Füße, oder kalte „Luftdusche“ von oben)
* Bauschäden durch kondensierende Luftfeuchtigkeit
* Vor allem bei mehrschaligen Aufbauten und komplizierten Konstruktionen ist die Gefahr von Baufehlern groß.
* Durch den höheren Luftwechsel ist die Luft im Winter sehr trocken (Holz beginnt zu schwinden).
* Verminderter Schallschutz


Worauf ist zu achten?

Dachkonstruktion
* Bei Dachgeschoßausbau raumseitige Dampfsperre bzw. Dampfbremse vorsehen (muss dicht sein, sonst tritt warme Luft aus)
* Auf saubere Verlegung, Vermeidung von Rissen und Fugen achten

Besondere Schwachstellen:
o Übergang zwischen Dachschräge und Wand, zwischen Dach- und Spitzboden sowie Dachschräge und Übermauerung
o beim Einbau von Gaupen
o Konstruktionselemente wie Sparren, Pfetten – Durchbrechung der Wärmedämmung!
o Einbindung von Dachbodentreppen
o Einbau von Dachflächenfenstern
o Durchführung von Entlüftungsrohren, Kaminen u. a.
o Aufsparrendämmung in den Randzonen

Fenster und Türen
* Nachjustieren und Beschläge einstellen!
* Fugen treten häufig zwischen Fenster- bzw. Türstock und Wandkonstruktion bei Fensterbrettern auf.
* Anschlussfugen zwischen Fenstern und angrenzendem Bauwerk dämmen und innen diffusionsdicht und außen winddicht verkleben

Außenwände
* Holzständerkonstruktionen raumseitig mit einer Dampfsperre, außenseitig mit Windpapier abdichten
* Mörtelfugen bei Hohlkörperziegeln in Randbereichen vollflächig ausführen

Elektroinstallationen:
* Achtung: Werden beim Einbau von Rohren und Schläuchen Dampfsperren unterbrochen, diese Öffnungen unbedingt abdichten!


Wärmebrücken
Eine Wärmebrücke ist eine Schwachstelle in der Gebäudehülle, bei der die Wärme deutlich schneller nach außen abfließen kann als beim gedämmten Bauteil. Es ergeben sich somit lokal niedrigere Temperaturen an der Innenseite bzw. wärmere Temperaturen an der Außenseite des betroffenen Bauteils. Dies führt zu: höherem Energieverbrauch, Feuchtigkeitsproblemen (Tauwasser, Gefahr von Schimmelbildung) und kann auch schwerwiegende Bauschäden durch Frost verursachen.


Häufige Wärmbrücken

Auskragende Bauteile:

* Auf thermische Trennung zwischen Balkon und Geschoßdecke achten
* Balkone können durch sog. „Iso-Körbe“ befestigt werden oder auf Säulen oder Steher ohne Durchdringung der Dämmschicht an das Gebäude gestellt werden.
* Auch die Garagendecke muss von der Geschoßdecke unbedingt thermisch getrennt sein.

Sockelanschluss, Deckenanschluss:
* Deckenanschlüsse immer gut überdämmen
* Vor allem bei einschaligem Mauerwerk mit Vollwärmeschutz ist diese Wärmebrücke zu beachten.
* Im Sockelbereich Dämmstoffschicht weit genug nach unten ziehen – falls erforderlich auch feuchtigkeitsbeständig bis ins Erdreich.


Mauersohle, Übermauerung, Attika, Giebelwand:
* Wie die Außenwand sollte auch die Bodenplatte außen gedämmt sein (Innendämmung erhöht die Gefahr von Feuchtigkeitsbildung und Schimmel)
* Empfehlung: „warme Füße“ für das Haus (Thermofuß) – Die erste Ziegelreihe auf den Keller möglichst aus Ytongsteinen oder Schaumglas mauern (damit möglichst wenig Wärme abgeleitet wird)
* Bodendämmung am besten seitlich vorziehen und fließend in die Fassadendämmung übergehen lassen
* Bei Isolierung der obersten Geschoßdecke: Dämmung soll nicht an der Übermauerung enden, sondern über die Mauerbank gezogen werden.
* Auch eine Attika muss außen, oben und innen gedämmt werden.

Fenstersturz/Fensteranschluss:
* Betonierte Fenster-Überleger müssen von außen gedämmt werden.
* Rollladenkästen sind besondere Schwachstellen, auch wenn sie gedämmt sind.
* Nicht ordnungsgemäß eingebaute Fensterbänke können Wärmebrücken verursachen.
* Unbedingt auch Fensterlaibung und Fensterrahmen überdämmen!

Außenwandbereich:
* Alle Schwächungen der Dämmwirkung (z. B. massive Maueranker, Holzträger in der Dämmschicht oder Heizkörpernischen) vermeiden!
* Träger und Steher im Leichtbau können ebenfalls zu Wärmebrücken werden! Vom Fachmann beraten lassen!
* Bei Innenwanddämmung: Der Anschluss der Innenwand ist eine Unterbrechung der Dämmebene. Sie sollte deshalb rund 1m im Anschlussbereich überdämmt werden.


Rekordbeteiligung beim Umweltpreis

ENERGY GLOBE 2008 schlägt alle Rekorde: Projekte aus 111 Ländern wurden für den Nachhaltigkeits-Award eingereicht!

Jetzt ist es fix: Sensationelle 111 Länder haben in Summe knapp 800 Projekte zum diesjährigen ENERGY GLOBE Award eingereicht! Mit dieser „magischen Zahl“ macht der „World Award for Sustainability“ seinem Namen alle Ehre. ENERGY GLOBE Gründer Ing. Wolfgang Neumann ist zu Recht begeistert: „...damit ist der Award seit seiner Gründung vor 10 Jahren DIE globale Plattform für ökologische Lösungen in und aus aller Welt geworden – für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen!“. Die Länderliste ist global und exotisch wie nie, u.a. sind das Einreicher aus Vietnam, Kambodscha, Laos, Usbekistan, die Mongolei, Eritrea, Mauretanien, Sudan, Syrien, um nur einige zu nennen.

Clevere Ideen, großartige technologische Leistungen, Initiativen mit tollen Erfolgen für die Umwelt und auch geniale und verblüffende Umsetzungen sind dabei vertreten: von Vorhängen, die aus der Sonne „Energie ernten“, über einen solarbetriebenen Rollstuhl, eine Photovoltaik-Rockbühne, ein voll-ökologisches und mobiles Loft bis zur Strom produzierenden, künstlich angelegten Insel oder Häusern, die durch und durch aus recycelten Materialien gebaut sind, reicht die bunte Palette.

Jetzt geht es ab Herbst erst einmal in die erste Runde der regionalen ENERGY GLOBE Verleihungen in allen Bundesländern: der Startschuss fällt am 4. September im Burgenland. Am 31. Oktober werden schließlich Österreichs best-practice Umwelt-Projekte im Rahmen der ENERGY GLOBE Austria Gala in Wels prämiert. Tschechien zeichnet seine besten ökologischen Landesleistungen am 27. November d.J. in Brünn aus. Weitere nationale Festakte sind in Deutschland und Portugal geplant.

Die Einreichfrist zum ENERGY GLOBE 2008 ist übrigens abgelaufen - ab jetzt können schon wieder Projekte zum ENERGY GLOBE 2009 eingereicht werden.

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS.

Quelle: Redaktion/ www.energyglobe.com/de

5.9.2008 10:20