Erderwärmung macht Hurrikans schneller:
Wirbelstürme um ein Drittel beschleunigt
- Daten aus den Jahren 1981 bis 2006 ausgewertet
- Anstieg der Meerestemperatur um ein Grad Celsius

Die Erderwärmung führt laut einer Studie zu deutlich gefährlicheren Wirbelstürmen. Ein Anstieg der Meerestemperatur um ein Grad Celsius in den Tropen könne die Zahl der stärksten Stürme um fast ein Drittel ansteigen lassen, berichteten US-Forscher in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature".
Sie werteten dabei Daten aus den Jahren 1981 bis 2006 aus dem Atlantik, dem Pazifik und dem Indischen Ozean aus und verglichen dabei Windstärke und Meerestemperatur. Dabei stellten sie zwar keine erhöhte Zahl von Stürmen fest, wohl aber eine deutliche Zunahme der Windgeschwindigkeiten bei den stärksten Hurrikans, Zyklonen und Taifunen.
"Weil sich das Meer erwärmt, muss der Ozean mehr Energie in tropische Zyklon-Winde umwandeln", erklärten die Forscher um James Elsner von der Florida State Universität. Allerdings gab es eine Ausnahme: Im Südpazifik stellten die Forscher keine Änderung fest. Dies ist aus ihrer Sicht logisch, weil dort die Wassertemperaturen bereits wärmer sind als in allen anderen Meeresregionen.
(apa/red)
