UN-Experten geben Entwarnung: Inflations- gefahr ist weniger groß als befürchtet
- UNCTAD: Korrektur bei Rohstoffpreisen absehbar
- Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale geringer als in 70ern

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Fordert Maßnahmen vor Herbst-Lohnverhandlung
Die Inflationsängste sind übertrieben. Dieser Meinung sind die Ökonomen der UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD). Zwar lägen die Rohstoffpreise höher als je in den letzten 20 Jahren, doch eine Korrektur sei absehbar.
Die Preise seien angetrieben durch Spekulation, heißt es in einem Bericht. "So wie die Spekulation die Preise treiben kann, kann sie diese auch wieder senken", sagt der Generalsekretär Supachai Panitchpakdi.
Auch sei die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale weit geringer als in den 70-er Jahren. Die Arbeitskosten würden in den meisten Ländern nur schwach ansteigen, darum müssen sie kaum auf die Preise überwälzt werden.
Wirtschaftslage bremst Inflation
Geldpolitisiche Maßnahmen seien kaum nötig, findet die UNCTAD. Grund: Da die Wirtschaftslage sich weltweit abkühlt, werde auch die Inflation gebremst. Die UNCTAD geht davon aus, dass die Wirtschaft weltweit dieses Jahr höchstens 3 Prozent wächst. Im Jahr 2009 werde das Wachstum noch 2 Prozent betragen.
In den Industrieländer dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) rund 1,5 Prozent zulegen, für die Entwicklungsländer liege das Potenzial höher. Dank der hohen Nachfrage aus den Schwellenländern könnten das Wachstum demnach bis zu 6 Prozent betragen.
Diese Entwicklung könnte aber vom Abschwung in den größten Volkswirtschaften sowie geldpolitischen Maßnahmen gebremst werden, heißt es im Bericht weiter.
(apa/red)

