Mittwoch, 3. September 2008

ÖGB-Foglar stellt Rute ins Fenster: Fordert Maßnahmen vor Herbst-Lohnverhandlung

  • Nur dann moderate Lohn-und Gehaltsverhandlungen
  • ÖGB lässt sich Verantwortung nicht "unterjubeln"

ÖGB-Spitzenfunktionär Erich Foglar droht mit Konsequenzen für die Lohnrunde im Herbst, sollte sich "Preisminister Martin Bartenstein bei der Suche nach geeigneten Maßnahmen unendlich viel Zeit lassen". Wenn die Realeinkommen durch die Preissteigerungen sinken, "dann kann auch niemand von den Gewerkschaften moderate Lohn-und Gehaltsverhandlungen erwarten", erklärt Foglar.

Foglar ist Vorsitzender der Gewerkschaft-Metall-Textil-Nahrung (GMTN) und damit Chef jener ÖGB-Teilorganisation, deren Lohnabschlüsse als "Benchmark" für die meisten Branchen gelten.

Der ÖGB lasse sich bei den anstehenden KV-Verhandlungen unter dem Schlagwort Lohn-Preisspirale nicht die Verantwortung "unterjubeln", sagte Foglar. Die Gewerkschaften seien sich ihrer Verantwortung bewusst, aber "wir erwarten das Gleiche von den Unternehmen, wenn sie die Preise festsetzen." Auch "die Bundesregierung hat noch die Möglichkeit, Maßnahmen zu ergreifen, um die Teuerung in den Griff zu bekommen", so Foglar in einer Reaktion auf Aussagen von Sozialminister Erwin Buchinger.

(apa/red)

3.9.2008 18:16