Andreas Herzog sieht sich nicht im Abseits:
Trainer nimmt aktiv an der Vorbereitung teil
- Hauptaufgabe liege "zwischen den Länderspielen"
- Für einen guten Start bessere Kommunikation nötig

Innerhalb des Trainerstabs der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft kristallisiert sich die Aufgabenverteilung immer mehr heraus. So nahm "Team-Trainer" Andreas Herzog an Spielaufbau-Übungen aktiv an der Trainings-Einheit in Lindabrunn teil, während sein ihm offiziell gleichgestellter Kollege Jan Kocian gemeinsam mit Teamchef Karel Brückner immer wieder über technisch-taktische Angelegenheiten mit den Spielern sprach.
Über eine nicht nur räumliche Abseitsstellung will sich Herzog aber nicht beklagen. "Für mich hat sich nichts geändert, es ist gleich wie unter Josef Hickersberger. Damals war auch Peter Persidis der Co-Trainer", sagte der ÖFB-Rekordteamspieler. "Es ist klar, dass Brückner viel mit Kocian arbeitet, weil er manchmal in der Hektik seine sprachliche Hilfe braucht."
Hauptaufgabe liege "zwischen den Länderspielen"
Einmal mehr betonte der Wiener, die Aufgabenverteilung innerhalb des Betreuerstabs sei klar abgesprochen. Dabei ließ er aber auch erkennen, welche Rolle ihm zugeteilt sein könnte. "Meine Hauptaufgaben liegen wahrscheinlich zwischen den Länderspielen", sagte Herzog, der bei den bisherigen Kader-Zusammenstellungen ein gewichtiges Wort mitzureden hatte und sich künftig wohl weit intensiver als seine beiden Kollegen mit Beobachtungen von österreichischen Liga-Spielen befassen wird.
Außerdem schlüpft der 39-Jährige vor den ersten beiden WM-Qualifikationspartien gegen Frankreich und Litauen wieder einmal in die Rolle des Motivators und Antreibers. "Wenn wir uns für die WM in Südafrika qualifizieren wollen, müssen wir gegen Frankreich ein Unentschieden erreichen und in Litauen noch eins draufpacken", forderte Herzog. "Man muss auch einmal als Außenseiter zeigen können, dass man im eigenen Stadion gegen eine Mannschaft wie Frankreich gewinnen will und kann."
Bessere Kommunikation notwendig
Um einen guten Start in die WM-Qualifikation (der Kartenverkauf für das dritte Gruppen-Spiel am 15. Oktober in Wien gegen Serbien hat bereits begonnen) hinzulegen, sei eine bessere Kommunikation innerhalb der Mannschaft notwendig. "Man muss sich auf dem Spielfeld manchmal auch knallhart die Meinung sagen, das müssen wir verbessern. Es nützt nichts, wenn alle brav sind und nicht über gewisse Themen reden", gab Herzog zu bedenken.
Der ehemalige Deutschland-Legionär analysierte gemeinsam mit Trainer-Kollegen und Spielern noch einmal das 2:2 von Nizza gegen Italien und besprach mit Brückner und Kocian, ob ein zusätzlicher Spieler nachnominiert wird.
(apa/red)
