Säumel mit Selbstvertrauen zum Team: Siegreiches Debüt der Serie A gibt Kraft
- Steirer spielte bei 3:0 Torinos gegen Lecce durch
- 23-jähriger Legionär: "Es war ein guter Anfang"

·Nationalteam sucht wieder eine Nummer 1
Macho, Manninger, Özcan mit Chancen-Gleichheit
Jürgen Säumel ist mit einer besonderen Motivationsspritze im Trainingslager des österreichischen Nationalteams in Lindabrunn eingetroffen. Der Steirer feierte am Sonntag beim 3:0-Heimsieg seines neuen Clubs FC Torino vor eigenem Publikum gegen Lecce ein erfolgreiches Debüt in der italienischen Serie A. Allzu euphorisch wollte der 23-Jährige seinen Einsatz über die volle Spielzeit aber nicht bejubeln. "Es war ein guter Anfang, aber ich weiß, dass ich mich noch nicht richtig durchgesetzt habe, sondern dass ich mich in den nächsten Spielen noch beweisen muss."
Säumel kam im 4-3-3-System der Turiner halblinks im Mittelfeld zum Einsatz und erhielt für seine Leistung von der "Gazzetta dello Sport" die eher durchschnittliche Note 6. "Ich fühle mich auf dieser Position wohl, obwohl es am Anfang eine kleine Umstellung war", sagte der 15-fache Internationale. Bis zum Führungstreffer habe seine Mannschaft mit Lecce Probleme gehabt, "aber ab diesem Zeitpunkt waren wir klar besser und haben auch in dieser Höhe verdient gewonnen".
Welch großen Stellenwert der Fußball in seiner Wahlheimat hat, wurde Säumel nicht erst seit der Auftakt-Partie vor 25.000 Fans im Turiner Olympia-Stadion bewusst. "Man sieht jeden Tag im Training, wenn die Tribüne voll ist, wie wichtig dieser Verein für die Tifosi ist." Wenn auch der große Rivale Juventus zu den Clubs mit den weltweit meisten Anhängern zählt, so seien in der Stadt selbst die Torino-Anhänger in der Überzahl. "Torino ist mehr der Arbeiterverein und Juventus der Nobel-Club", erzählte der Ex-Sturm-Kicker.
"Alles auf viel höherem Niveau"
Schon nach wenigen Wochen im Land des Weltmeisters hat Säumel einige gravierende Diskrepanzen im Vergleich zur österreichischen Liga bemerkt. "Es gibt einen Unterschied zur Bundesliga in punkto Athletik. Im Training ist zwar keine Übung dabei, die neu für mich ist, aber es passiert alles auf einem viel höheren Niveau."
Und noch etwas ist Säumel aufgefallen: "Der Konkurrenzkampf ist viel größer als in Graz. Das kann aber nur positiv für mich sein, denn so muss ich im Training alles geben", erklärte der Grazer, der auch mit der Situation umgehen könnte, seinen Stammplatz in Turin zu verlieren. "Es wird wieder Rückschläge geben, aber darauf bin ich vorbereitet."
(apa/red)
