Roger Federer im Endspiel der US-Open:
Nach Viersatz-Erfolg über Serben Djokovic
- Finale der Herren erstmals seit 1987 am Montag
- Schweizer: "Hoffe nun auf ein wunderbares Ende"

·Die US Open 2008:
Auslosung der Herren
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Roger Federer ist noch vor der Ankunft des Hurrikans "Hanna" erneut ins Finale der US Open gestürmt und kann als erster Spieler seit 84 Jahren zum fünften Mal en suite das letzte Grand-Slam-Tennisturnier des Jahres gewinnen. Der als Nummer zwei gesetzte Schweizer siegte vor dem großen Regen des Tropensturms in New York 6:3, 5:7, 7:5, 6:2 gegen den als Nummer drei eingestuften Serben Novak Djokovic. Der Australian-Open-Sieger war Federer im Vorjahr an gleicher Stelle im Endspiel unterlegen.
Federer trifft im Finale auf den Schotten Andy Murray. Der Herren-Sieger wird erstmals seit 1987 erst am Montag ermittelt.
Der 27-jährige Federer wäre dank seiner Wimbledon-Siege von 2003 bis 2007 der erste Spieler der Tennis-Geschichte, der bei zwei der vier Grand-Slam-Turniere fünfmal hintereinander triumphiert.
Geglückte Revanche
Der Baselbieter nahm bei bedecktem Himmel und mehr als 80 Prozent Luftfeuchtigkeit Revanche für sein Halbfinal-Aus gegen Djokovic bei den Australian Open. Dort war Federer noch durch die Folgen einer Viruserkrankung geschwächt gewesen. Diesmal präsentierte er sich nach schwankenden Leistungen mit Ausnahme des zweiten Satzes souverän, schlug 20 Asse und verwertete nach 2:45 Stunden seinen ersten Matchball.
Djokovic war nach seinem Viertelfinal-Sieg über Andy Roddick und Kritik am Lokalmatador noch ausgebuht worden. Die Zuschauer im nicht voll besetzten Arthur-Ashe-Stadium verhielten sich dem 21-Jährigen gegenüber meist fair, die Sympathien gehörten in entscheidenden Momenten allerdings eindeutig Federer, was der Olympia-Dritte aus Serbien spöttisch mit erhobenem Daumen kommentierte - so gegen Ende des dritten Satzes.
Nach einem weiteren Break zum 3:2 im vierten Satz ließ sich der nun wieder starke Federer nicht mehr aufhalten, feierte seinen siebenten Sieg im neunten Vergleich gegen Djokovic, den insgesamt 160. Major-Matchgewinn und zog in sein 17. Grand-Slam-Endspiel ein. "Ich bin sehr glücklich und hoffe nun auf ein wunderbares Ende", betonte Federer.
(apa/red)
