Mittwoch, 17. Dezember 2008

Klagenfurter Stadion wird zurückgebaut:
10.000 der 32.000 Plätze werden abgetragen

  • Land und Bund einigen sich auf die Finanzierung
  • Kärnten muss für Länderspiele Naturrasen verlegen

Das Klagenfurter Fußballstadion wird von derzeit 32.000 auf etwas mehr als 22.000 Plätze rückgebaut. Der Bund übernimmt die Kosten für diesen Rückbau, im Gegenzug sollen Stadt und Land auf eine vereinbarte Millionenzahlung des Bundes verzichten. Laut Medienberichten wurde eine entsprechende Vereinbarung zwischen Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher und den Staatssekretären Josef Ostermayer und Reinhold Lopatka abgeschlossen.

Eine Bedingung des Bundes ist, dass im Stadion weiterhin auf Naturrasen gespielt wird, damit darin Länderspiele durchgeführt werden können. Die zweite Bedingung: Land und Stadt müssen auf die im ursprünglichen Fördervertrag vereinbarte Entschädigungszahlung verzichten. Landeshauptmann Gerhard Dörfler erklärte für seine Partei bereits, dass man diesem Verzicht zustimmen werde, es bedürfe aber noch eines entsprechenden Regierungsbeschlusses. Seinen Angaben nach geht es dabei um eine Summe von fünf Millionen Euro.

Das Stadion war für die EURO 2008 mit einer Kapazität von 32.000 Sitzplätzen errichtet worden. Die Bewilligung dafür war aber befristet erteilt worden, in der ursprünglichen Variante hätte ein Rückbau auf 12.000 Sitzplätze erfolgen müssen. Mit diesem Kunstgriff hat man sich im Genehmigungsverfahren die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erspart, die eine rechtzeitige Fertigstellung bis zur Fußball-EM gefährdet hätte. Ob für die nunmehrige Lösung eine UVP notwendig ist, an dieser Frage scheiden sich die Geister.
(apa/red)

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17.12.2008 11:50