Karibik wieder von Hurrikan betroffen:
'Ike' nimmt jetzt Kurs auf Osten Kubas
- Allerhöchste Alarmbereitschaft für Teile des Landes
- 250.000 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht
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Wegen des herannahenden Hurrikans "Ike" haben die kubanischen Behörden den größten Teil des Landes in allerhöchste Alarmbereitschaft versetzt. Bereits in der Nacht begann die Evakuierung gefährdeter Ortschaften und Städte im Westen Kubas, wo der Aufprall des Wirbelsturmes erwartet wurde. Rund 250.000 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht, berichteten lokale Medien.
Nach Berechnungen des US-Hurrikan-Zentrums in Miami wird der Sturm über den Westen und dann über Zentral-Kuba hinwegziehen, um später südlich von Florida in den Golf von Mexiko vordringen. Die höchste Alarmstufe galt für die Provinzen Santiago de Cuba, Granma, Holguin, Las Tunas und Camaguey. Hier werden Maßnahmen ergriffen, die in erster Linie auf die Rettung von Menschenleben abzielen. Auch für die Provinzen Ciego de Avila, Villa Clara, Sancti Spiritus, Cienfuegos y Matanzas wurde Sturmalarm ausgelöst.
Die Wucht von Hurrikan "Ike" ist von Meteorologen als "sehr gefährlich" hochgestuft worden. Nach Angaben des Hurrikanzentrums hat sich der Wirbelsturm über dem Meer verstärkt. In der Nacht auf Sonntag erreichte er die Turks- und Caicosinseln nahe der Bahamas.
Florida als NotstandsgebietUS-Präsident George W. Bush hat den Bundesstaat Florida wegen des nahenden Hurrikans vorsorglich zum Notstandsgebiet erklärt. Dies teilte das Weiße Haus in Washington mit. Die Maßnahme ermöglicht es den US-Bundesbehörden, die regionalen Vorsorgemaßnahmen zu unterstützen und Truppen der Nationalgarde zu aktivieren. Das Heimatschutzministerium sei angewiesen, alle Maßnahmen zu ergreifen, um für einen Katastrophenfall gerüstet zu sein und die verschiedenen Einsatzkräfte und Hilfsmaßnahmen koordinieren zu können.
Kuba will Lockerung der Sanktionen
Kubas Regierung hat unterdessen angesichts der immensen Zerstörungen durch den Hurrikan "Gustav" eine Lockerung des US-Handelsembargos gegen die kommunistisch regierte Karibikinsel gefordert. US-Unternehmen sollten die Erlaubnis erhalten, private Kredite nach Kuba zu vergeben, teilte das Außenministerium am Samstag mit. Damit könne der Karibikstaat dann Lebensmittel aus den USA kaufen. Auch sollten die USA nach dem Willen Havannas den Verkauf von Hilfsgütern an Kuba erlauben.
(apa/red)
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