Neue Wirbelstürme bedrohen Karibik: In 13 Provinzen schon Alarmstufe rot ausgerufen
- Mindestens 19 Menschen durch "Hanna" auf gestorben
- "Josefine" und "Ike" nun ebenfalls über dem Atlantik

·Haiti: Sturm "Hanna" forderte über 20 Tote
Keine Entwarnung: Neue Stürme sind im Anmarsch
·Wirbelstürme: Taifun,
Zyklon und Hurrikan
Bezeichnung variiert nach
Ort, an dem sie auftreten
·Was Stärken von Hurrikans bedeuten
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·Experte: Hurrikans werden immer stärker
Je wärmer das Meer, umso stärker der Sturm
In der Karibik bedrohen schon wieder neue Wirbelstürme die Menschen, während in New Orleans noch die Schäden von Hurrikan "Gustav" beseitigt werden. Auf Haiti kamen durch Sturm "Hanna" mindestens 19 Menschen, nach anderen Angaben mindestens 21, ums Leben.
In der benachbarten Dominikanischen Republik flüchteten bereits Tausende vor dem dritten Wirbelsturm innerhalb weniger Wochen, wie örtliche Medien berichteten. Schulen wurden geschlossen, für 13 Provinzen gaben die Behörden die höchste Alarmstufe "Rot".
Auf Haiti flüchteten sich die Menschen auf die Dächer ihrer Häuser. Allein in der Küstenstadt Gonaives im Zentrum des Landes ertranken zehn Menschen, berichtete die Nachrichtenagentur Haiti Press. Präsident Rene Preval bat angesichts der Katastrophe in der 300.000-Einwohner-Stadt um internationale Hilfe.
Häuser überschwemmt, Bäume entwurzelt
In dem Karibikstaat wurden Häuser überschwemmt, Bäume entwurzelt. Viele Straße waren unterbrochen, was die Arbeit der Rettungsmannschaften erschwerte. In einigen Gebieten stand das Wasser hüfthoch. "Die Lage könnte schlimmer nicht sein", sagte ein UNO-Mitarbeiter in Gonaives. "Der Wind reißt die Bäume um. Häuser sind von Wasser überflutet. Autos können nicht durch die Straßen fahren. Man kann niemanden retten." Ein Konvoi von Ministerpräsident Michele Pierre-Louis versuchte vergeblich, nach Gonaives zu gelangen. Eines der Fahrzeuge wurde von den Wassermassen fast weggespült, wie ein Polizist erklärte.
Wenige Tage vorher waren durch Hurrikan "Gustav" in der Karibik mehr als 90 Menschen getötet worden. Zuvor hatte Wirbelsturm "Fay" mehrere Opfer gefordert. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht: Am Mittwoch bewegten sich nach Angaben des US-Hurrikan-Zentrums in Miami zwei weitere Wirbelstürme - "Ike" und "Josephine" - auf die Karibik zu. Gleichzeitig ist im Ostpazifik Wirbelsturm "Karina" entstanden.
Aufräumarbeiten in New Orleans
In New Orleans gehen unterdessen nach Hurrikan "Gustav" die Aufräumarbeiten weiter. Bürgermeister Ray Nagin warnte die Menschen davor, zu früh in die fast vollständig evakuierte Stadt zurückzukehren. Offiziell dürfen die Flüchtlinge am Donnerstag wieder in ihre Wohnungen, wie der örtliche Fernsehsender WDSU berichtete. Nagin riet den Bürgern, die Schäden an ihren Häusern zu prüfen und noch nicht dauerhaft zu bleiben.
Der Gouverneur des Bundesstaates Lousiana, Bobby Jindal, sagte dem Sender: "Das ist ein gefährlicher Sturm, und er hat in unserem Staat ernsthaften Schaden angerichtet." Louisiana habe lediglich die "Halbzeit" erreicht. Jetzt müsse abgewartet werden, bis die Menschen in alle Regionen zurück könnten.
"Gustav" weiter abgeschwächt
Tropensturm "Gustav" hat sich im Landesinneren der USA inzwischen weiter abgeschwächt und wird vom Hurrikan-Zentrum nur noch als Tiefdruckgebiet registriert. Wirbelsturm "Hanna" bewegte sich mit einem Durchmesser von über 700 Kilometern Mittwoch früh in Richtung Nord-Haiti. Für die Bahamas und den Norden der Dominikanischen Republik gab es Hurrikan-Warnungen.
Die Meteorologen rechnen damit, dass "Hanna" möglicherweise auf den US-Bundesstaat Florida oder South Carolina zusteuern könnte. Hier warnen Behörden bereits vor sogenannten Unterströmungen, die Badende auf das offene Meer ziehen könnten. Das berichtet eine örtliche Zeitung. Die Menschen sollten möglichst solange nicht im Meer baden, bis die Gefahr vorbei sei. (apa/red)
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