Mittwoch, 3. September 2008

"Hannah" forderte über 20 Menschenleben: Zwei neue Stürme sind bereits in Anmarsch

  • Sintflutartiger Regen bringt Verwüstungen mit sich
  • Haiti: Drei Wirbelstürme forderten 100 Todesopfer

Der Tropensturm "Hanna" hat in Haiti mindestens 21 Menschen das Leben gekostet. Der Sturm brachte dem Karibikstaat, der sich immer noch nicht von den beiden Hurrikans "Gustav" und "Fay" erholt hat, sintflutartigen Regen. Im entwaldeten Gebirge des Inselstaates richteten die Regenmassen furchtbare Verwüstungen an. Häuser wurden überschwemmt, Bäume entwurzelt.

Viele Straßen sind unterbrochen und erschweren somit den Rettungsmannschaften, Hilfe zu leisten. Insgesamt sind in den vergangenen zwei Wochen bei den drei Wirbelstürmen in Haiti über 100 Menschen getötet worden. Überlebende aus den am schlimmsten betroffenen Regionen berichteten, in der Stadt Gonaives im Westen von Haiti hätten sich viele Familien auf die Dächer ihrer Elendshütten gerettet und riefen dort um Hilfe. Die Straßen seien überflutet.

"Könnte schlimmer nicht sein"
"Die Lage könnte schlimmer nicht sein", sagte ein UN-Mitarbeiter in Gonaives. "Der Wind reißt die Bäume um. Häuser sind von Wasser überflutet. Autos können nicht durch die Straßen fahren. Man kann niemanden retten."

US-Meteorologen befürchten, dass "Hanna" auf ihrem weiteren Weg über dem offenen Meer wieder an Stärke gewinnen und sich zu einem Hurrikan auswachsen könnte. In zwei bis drei Tagen könnte der Wirbelsturm dann in den USA die Ostküste von Floria oder Georgia oder South Carolina erreichen.

Die nächsten starken Stürme
Über dem Atlantik brauen sich unterdessen die nächsten Stürme zusammen. "Ike" könnte sich bis Sonntag zum Hurrikan auswachsen und die Bahamas erreichen. Dicht im Schlepptau hat er den Wirbelsturm "Josephine", die bis Donnerstag zum Hurrikan werden könnte. Die Hurrikan-Saison läuft noch bis zum 30. November. (apa/red)

3.9.2008 10:12