19 Tote in Karibik durch Sturm "Hanna": Alarmstufe rot in 13 Provinzen ausgerufen
- "Gustav"-Flüchtlinge dürfen wieder zurück nachhause
- New Orleans: Ärger unter "gestrandeten" Einwohnern

·BILDER: "Gustav" zog
Spur der Verwüstung
Zerstörte Häuser und viele überflutete Gebiete
·SATELLITENBILDER: Angst vor "Gustav"
Hurrikan trifft nahe New Orleans auf US-Festland
·INFOGRAFIK: Weg von Hurrikan "Gustav"
Wirbelsturm steuert direkt auf New Orleans zu
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US-Gouverneurin kontert Kritik an Unerfahrenheit
Wenige Tage nach der Massenflucht vor Hurrikan "Gustav" durften die Einwohner von New Orleans wieder zurück in ihre Stadt. Bürgermeister Ray Nagin sagte nach Angaben von US-Medien, alle Straßensperren seien aufgehoben. Insgesamt hatten 1,9 Millionen Menschen die Gefahrenzone verlassen. Zugleich bedrohen in der Karibik mehrere neue Wirbelstürme die Menschen. In Haiti gab es durch Sturm "Hanna" bereits mindestens 19 Todesopfer.
In der benachbarten Dominikanischen Republik flüchteten Tausende vor dem dritten Wirbelsturm innerhalb weniger Wochen. Schulen wurden geschlossen, für 13 Provinzen gaben die Behörden die höchste Alarmstufe "Rot".
New Orleans: Ärger unter "gestrandeten" Einwohnern
In New Orleans hat offensichtlich steigender Ärger unter "gestrandeten" Einwohnern, die durch Straßensperren an der Rückkehr in ihre Häuser gehindert wurden, die Behörden zu einer Änderung ihres Terminplans gedrängt. In einigen Teilen Louisianas gab es lange Autoschlangen, weil viele schnell wieder nach Hause wollten.
Zehn Milliarden Dollar Schäden
Zugleich gab es erste Schätzungen über das Ausmaß der Schäden. US-Versicherungen gehen von bis zu zehn Milliarden Dollar (6,9 Milliarden Euro) Schäden durch "Gustav" aus, berichtete der TV-Sender CNN. Bei der Katastrophe durch den Hurrikan "Katrina" vor drei Jahren seien es mehr als 40 Milliarden Dollar gewesen. US-Präsident George W. Bush wollte noch am Mittwoch die Krisenregion besuchen.
Haiti: Menschen fliehen vor Überschwemmungen
In Haiti flüchteten sich die Menschen vor den Überschwemmungen durch "Hanna" auf die Dächer ihrer Häuser. Allein in der Küstenstadt Gonaïves im Zentrum des Landes ertranken zehn Menschen, berichtete die Nachrichtenagentur Haiti Press. Präsident Rene Preval bat angesichts der Katastrophe in der 300 000-Einwohner-Stadt um internationale Hilfe.
Erst vor wenigen Tage hatte Hurrikan "Gustav" in der Karibik mehr als 90 Menschen getötet, zuvor hatte Wirbelsturm "Fay" mehrere Opfer gefordert. Entspannung ist nicht in Sicht: Am Mittwoch bewegten sich nach Angaben des US-Hurrikan-Zentrums in Miami zwei weitere Wirbelstürme - "Ike" und "Josephine" - über dem Atlantik auf die Karibik zu.
Über das Ausmaß der Schäden durch "Gustav" gab es zunächst unterschiedliche Schätzungen. Nach ersten Hinweisen der Nationalgarde hat "Gustav" lediglich etwa ein Zehntel der Schäden angerichtet wie der Hurrikan "Katrina", der vor fast genau drei Jahren über New Orleans hereinbrach. So habe der Sturm in den vergangenen Tagen etwa 25 000 Häuserdächer beschädigt, vor drei Jahren seien es mehr als 200 000 gewesen.
Wirbelsturm "Hanna" bewegte sich mit einem Durchmesser von mehr als 700 Kilometern in Richtung Nord-Haiti. Für die Bahamas und den Norden der Dominikanischen Republik gab es Hurrikan-Warnungen. Meteorologen rechneten damit, dass "Hanna" möglicherweise am Freitag auf die Küsten der US-Bundesstaaten Florida oder South Carolina treffen könnte. Hier warnten Behörden bereits vor sogenannten Unterströmungen, die Badende auf das offene Meer ziehen könnten.
(apa/red)
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