Nordkorea bleibt auf "Schurkenstaat-Kurs":
Bau der Atomanlage wird wieder forgesetzt
- Regime protestiert gegen Verbleib auf US-Terrorliste
- Atomenergiebehörde und Südkorea bestätigen Bau
·Abrüstungsstopp für
USA "beunruhigend"
Nordkorea stoppt Abbau ihrer atomaren Anlagen
·Keine Überraschung bei Atomgesprächen
Nordkorea: 6er-Gipfel mit US-Ministerin Rice
·Nordkorea schließt alle Atomanlagen
Bis Ende Oktober soll Atomprogramm aus sein
·INFO: Nordkorea und seine Nuklearwaffen
Eine Chronologie des Konflikts mit den USA

Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben mit dem Wiederaufbau seiner stillgelegten Atomanlagen begonnen. Mit Besorgnis bestätigte Seoul die Wiederaufbauarbeiten in dem nordkoreanischen Atomkomplex Yongbyon. Das Regime in Pjöngjang will Druck auf die USA ausüben, Nordkorea wie versprochen von der Liste der "Schurkenstaaten" zu nehmen und einige Handelssanktionen aufzuheben.
Die US-Regierung spielte die Entwicklung herunter. Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap zitierte einen Regierungsbeamten in Seoul, auf Arbeitsebene habe die nordkoreanische Seite die amerikanischen Atom-Inspekteure in Pjöngjang über ihre Entscheidung unterrichtet, die Plutoniumanlage wieder hochzufahren. "Nordkorea erlaubte ihnen, Zeuge ihrer Arbeit (beim Wiederaufbau) zu sein", sagte der Beamte. Nordkorea wolle die USA damit unter Druck setzen.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) bestätigte den Beginn der Wiederaufbau-Arbeiten nach südkoreanischen Angaben in einem Bericht an die USA. Ende August hatte Nordkorea die Stilllegung ausgesetzt und den Wiederaufbau angedroht. Pjöngjang ist verärgert, weil die USA das Land immer noch als "Schurkenstaat" führen. Die USA wollen ihre Zusage erst erfüllen, wenn Nordkorea einer Überprüfung der Ende Juni eingereichten Auflistung seiner atomaren Materialien und Anlagen zustimmt.
Angesichts der zögerlichen Nordkorea-Politik des neuen südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak fordere Pjöngjang ferner, dass der Süden "wieder mehr Vertrauen und Stetigkeit in die Beziehungen bringt". "Sie scheinen empört, dass in Südkorea ein bisschen die Eiszeit praktiziert wird." (apa/red)
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