Georgiens Präsident "ist politische Leiche": Medwedew fürchtet Druck aus Westen nicht
- Georgien will das neue Kriegsrecht wieder aufheben
- Putin nahm des EU-Beschlüsse mit Genugtuung auf

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"neuer Unabhängiger"
GRAFIK: Südossetien und
Abchasien auf der Karte
Russlands Präsident Medwedew hat seinen georgischen Konterpart im Kaukasus-Konflikt, Präsident Saakaschwili, als "politische Leiche" bezeichnet. Er "existiert für uns nicht", sagte Medwedew über den georgischen Präsidenten. Medwedew betonte auch, dass Russland den Druck aus dem Westen nicht fürchte.
So gehöre etwa der von den USA angedrohte Ausschluss Russlands aus der G-8 nach Moskauer Lesart zum aktuellen Wahlkampfgeschehen in den Vereinigten Staaten. Zuvor hatte sich Medwedew bereits enttäuscht über das mangelnde Verständnis des EU-Sondergipfels für Moskaus Waffengang im Südkaukasus geäußert. Es sei "traurig", dass man in der EU nicht verstehen wolle, warum Russland auf die "georgische Aggression" reagiert und später Abchasien und Südossetien anerkannt habe. "Das ist schade, aber nicht fatal." Er sei sicher, dass die Anerkennung der von Georgien abtrünnigen Regionen Russland international nicht isoliere.
"Triumph des gesunden Menschenverstandes"
GenuDer russische Regierungschef Putin nahm die Beschlüsse des EU-Gipfels dagegen mit Genugtuung auf. Die Entscheidungen von Brüssel seien "ein Triumph des gesunden Menschenverstandes", sagte Putin. Vor allem die Tatsache, dass keine Sanktionen gegen Moskau beschlossen wurden, wurde in Moskau positiv bewertet. Dies sei für Moskau das wichtigste Ergebnis des Gipfels, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Putin erklärte, die EU habe den partnerschaftlichen Kurs mit Russland bestätigt.
Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitglieder hatten am Montag Moskau wegen seines Vorgehens im Konflikt um die von Georgien abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien scharf gerügt und Russland aufgefordert, seine Truppen aus Georgien zurückzuziehen.
Unterdessen will Georgien das seit knapp einem Monat geltende Kriegsrecht am heutigen Mittwoch früher als geplant wieder aufheben. (apa/red)
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