Mutter legte Baby lebend in die Biotonne:
Abfallverwertungsfirma entdeckte Leiche
- Frau erklärte, Neugeborenes sei bereits tot gewesen
- Obduktion ergab, dass Bub bei Geburt am Leben war
Eine 29-jährige Frau aus dem rheinland-pfälzischen Brohl hat gestanden, ihren neugeborenen Sohn in die Biotonne eines Restaurants gelegt zu haben. Sie erklärte, das Kind sei tot gewesen, aber die Obduktion ergab, dass es bei der Geburt gelebt hatte. Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz berichtete, wurde die Leiche des toten Kindes bei einer Abfallverwertungsfirma in Mayen gefunden.
Die Mutter, die bei einem Restaurant in Andernach als Aushilfe in der Küche arbeitet, wurde noch am gleichen Abend festgenommen. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Hund berichtete, muss das Kind nach den ersten Ergebnissen der durchgeführten Obduktion bei der Geburt gelebt haben. Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Haftbefehl wegen Totschlags gegen die 29-Jährige.
Nach Hunds Worten ist die Beschuldigte verheiratet und Mutter von bereits drei Kindern im Alter zwischen sechs und neun Jahren. Als Tatmotiv gehen die Ermittler von Eheproblemen aus. Die Tatverdächtige wird der Haftrichterin vorgeführt.
(apa/red)
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