Kaum jemand folgt Streikaufruf in Thailand:
Öffentlicher Nahverkehr verläuft plangemäß
- Demonstranten verhandeln nur bei Samak-Rücktritt
- Regierungssitz seit Tagen von Opposition belagert

·Thailand: Druck auf die Regierung wächst
Demonstranten wollen sogar Wasser abdrehen
·Regierungskrise in Thailand hält weiter an
Ministerpräsident will trotz
Protesten im Amt bleiben
·Demonstranten besetzen TV-Sender
Thailändische Opposition
verursacht Sendepause
Während tausende Demonstranten weiter den Regierungssitz in der thailändischen Hauptstadt Bangkok belagerten, hat ein Streikaufruf der Gewerkschaften in dem südostasiatischen Land offenbar nur wenige Anhänger gefunden. Die Behörden in Bangkok teilten mit, dass der öffentliche Nahverkehr in der Hauptstadt normal verlaufe.
Die Fluglinie Thai Airways und die staatliche Eisenbahngesellschaft meldeten ebenfalls keine Beeinträchtigungen. Der Dachverband der Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst, der rund 200.000 Angestellte repräsentiert, hatte dazu aufgerufen, ab Mittwoch in den Ausstand zu treten.
Im Regierungsviertel harrten weiter rund 5000 Demonstranten aus. Einer der Anführer des Protests, der Medienmogul Sondhi Limthongkul, machte einen Rücktritt von Ministerpräsident Samak Sundaravej zur Vorbedingung für Verhandlungen. "Unsere Haltung ist unnachgiebig: Samak muss gehen", sagte er.
Der Regierungssitz wird seit über einer Woche von der oppositionellen Volksallianz für Demokratie (PAD) belagert. Die aus militanten Nationalisten, Anhängern des Königs und Gewerkschaftern bestehende Protestbewegung sieht in Samak, dem Sieger der Parlamentswahl vom vergangenen Dezember, eine "Marionette" seines 2006 in einem unblutigen Militärputsch abgesetzten Vorgängers Thaksin Shinawatra.
Samak hatte den Ausnahmezustand über die Hauptstadt Bangkok verhängt, nachdem bei schweren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Regierung und Opposition mindestens ein Mensch getötet und Dutzende weitere verletzt worden waren.
(apa/red)
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