Freitag, 5. September 2008

Wenig Andrang bei Dinkhauser-Auftakt:
100 Zuhörer hören Ruf nach Gerechtigkeit

  • ÖVP-Dissident will Ungerechtigkeiten beseitigen
  • Fordert anhebung der Nettolöhne durch Steuerpolitik

Nur spärlich war der Zulauf zur Wahlkampfauftaktveranstaltung des ÖVP-Dissidenten Fritz Dinkhauser. Nicht einmal 100 Zuhörer fanden sich auf dem Grazer Freiheitsplatz ein, um sich die Botschaften Dinkhausers anzuhören. Dinkhauser plädierte für mehr Gerechtigkeit, konkrete Rezepte dafür blieb er aber schuldig.

Man müsse "die Ungerechtigkeit beseitigen", sagte der Bürgerforumschef und appellierte an die Bürger, dagegen aufzustehen. "Dieses Land muss anders werden, dazu braucht es Zivilcourage." In den letzten Jahren sei es für die Menschen schlechter geworden, mehr als zwei Millionen Menschen gehe es so schlecht, dass sie keine Steuern mehr zahlen. Ein Lohn von 1.000 Euro sei nicht ausreichend.

Keine Almosenempfänger
Dinkhauser forderte eine Anhebung der Netto- und nicht der Bruttolöhne. Die Menschen bräuchten ein Einkommen, mit dem sie auch auskommen könnten. Dafür zuständig sei die Regierung, die einen Ausgleich der Inflation gewähren müsse. Man dürfe die Menschen nicht zu Almosenempfängern machen, das sei eine Frage der Steuergerechtigkeit. Wie er diese herstellen will, sagte Dinkhauser aber nicht. Er meinte nur, Geld sei genug da, es hätten aber "nur die Oberen" auch der Mittelstand habe immer weniger.

Dinkhauser sagte, er sei selbst "kein Wunderwuzzi" und kenne auch "alle Sünden der Welt". "Aber ich hab das Herz am rechten Fleck und ich mag die Leute. Ich versichere Ihnen, dass ich anständig bin." Sein Bürgerforum bezeichnete er als "anständige, gerechte Alternative, die nur den Menschen verpflichtet ist".
(apa/red)

5.9.2008 16:53