Inzest-Fall von Amstetten: Gutachten eines Neonatologen belastet Verdächtigen schwer
- NEWS: Gestorbenes Kind offenbar überlebensfähig
- Mordanklage gegen Verdächtigen Josef F. möglich

·Inzest: Schulbeginn der Kinder verschoben
Medien-Ansturm soll damit verhindert werden
·Inzest-Fall: Aussage nur von Elisabeth F.
Schweigen die Kinder aus
Angst vor den Medien?
·Inzest-Fall: Prozess ohne Öffentlichkeit
Verfahren gegen Josef F. wird drei Tage dauern
·3D-Rundgang im Verlies von Amstetten
Der Keller im Horror-Haus
in der news.at-Animation
·Die BILDER vom Verlies in Amstetten
Hier mussten Elisabeth F. und ihre Kinder leben
Das Gutachten eines Neonatologen belastet Josef F., den Verdächtigen im Amstettner Inzestfall. Jenes Baby, dessen Leiche der Mann drei Tage nach der Geburt verbrannt haben soll, sei "überlebensfähig" gewesen, schreibt das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf die Expertise. Eine Mordanklage sei daher möglich.
Das Kind sei schwer krank zur Welt gekommen, die Symptome seines Leidens seien auch für einen Laien "deutlich erkennbar" und als lebensgefährlich einschätzbar gewesen. Josef F. "musste gewusst haben, dass das Kind sterben würde - wenn es nicht einer adäquaten medizinischen Behandlung zugeführt würde", heißt es im NEWS. Der Bub habe an Atembeschwerden gelitten, die von Stunde zu Stunde stärker wurden.
Das Urteil des Gutachters stützt sich einzig auf die Aussage von Elisabeth F. Die Frau soll von ihrem Vater, dem 73-jährige Josef F., 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und sexuell missbraucht worden sein. Während der Gefangenschaft habe der Mann mit der heute 42-Jährigen sieben Kinder gezeugt. Josef F. war weitgehend geständig, er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Anklageschrift gegen ihn soll im Herbst fixiert werden, ein Prozess gegen den Tatverdächtigen noch heuer stattfinden.
(apa/red)
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