Dienstag, 2. September 2008

Vorarlberger Seilbahn blieb stehen: 79 Menschen waren in den Gondeln gefangen!

  • Alle Fahrgäste wurden aus den Gondeln gerettet
  • Bergbahnen: "Die Sicherheit war voll gewähleistet"

Schreckensmoment in Vorarlberg: Eine Seilbahn mit 79 Menschen an Bord ist nach einem technischen Gebrechen stehengeblieben. Die Passagiere mussten geborgen werden. 40 konnten die Gondel über eine Stütze verlassen, 37 mussten mit dem Seil in Sicherheit gebracht werden. Zwei Personen wurden mit dem Hubschrauber gerettet, erklärte Peter Wolfsgruber, Vorstandsmitglied der Silvretta Nova Bergbahnen AG.

Laut Wolfsgruber wurde durch den Ausfall einer Kontrolllampe automatisch eine Notbremsung eingeleitet. In den beiden bergwärts fahrenden Gondeln befand sich nur jeweils eine Person, während sich in den zwei abwärts fahrenden aber 77 Passagiere aufhielten. Aufgrund dieser ungleich verteilten Belastung sowie einer spezifischen Gondelposition wurde bei der Notbremsung das Zugseil über das Tragseil geworfen. Eine Weiterfahrt war unmöglich.

Zur Bergung der Insassen wurden Bergretter per Hubschrauber zu den Gondeln geflogen. Die einzeln fahrenden Personen wurden per Helikopter aus ihrer misslichen Lage befreit, 40 weitere Passagiere, deren Gondel in unmittelbarer Nähe einer Stütze stehenblieb, konnten über die Stütze aussteigen. Die anderen 37 Personen wurden abgeseilt. Die Gondeln befanden sich in rund 30 Meter Höhe.

"Die Sicherheit war voll gewährleistet, alle Gäste sind heil ins Tal gekommen", war Wolfsgruber über den Ausgang des Zwischenfalls glücklich. Die Hochjochbahn führt von Schruns über 1.200 Höhenmeter auf das Hochjoch in 1.900 Meter Seehöhe.

(apa/red)

2.9.2008 19:56