Software-Piraterie in Österreich rückläufig:
Anteil an Raubkopien bei knapp 25 Prozent
- Schadenssumme allerdings um 19 Mio Euro gestiegen
- Höchste Piraterierate liegt nach wie vor noch in China
Softwarepiraterie ist in Österreich rückläufig: 2008 waren 24 Prozent der eingesetzten Programme illegale Raubkopien, um einen Prozentpunkt weniger als 2007 und damit das zweite Jahr in Folge rückläufig. Das geht aus einer IDC-Studie im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) hervor.
Weltweit entfallen 41 Prozent der Software auf Raubkopien. Österreich hat damit den fünftniedrigsten Wert hinter den USA (20 Prozent), Luxemburg, Japan (jeweils 21 Prozent) und Neuseeland (22 Prozent).
Obwohl der Anteil der illegalen Software in Österreich zurückging, ist ihr Wert um 19 Millionen Euro auf 132 Millionen Euro gestiegen. Weltweit nahm der Umsatzausfall für die Hersteller um rund fünf Milliarden auf knapp 53 Milliarden US-Dollar zu. Die Höchste Piraterierate hat China mit etwa 80 Prozent, der Verlust darauf beziffert sich auf 6,7 Milliarden Dollar. Das Land mit dem größten Schaden aus Softwarepiraterie ist aber die USA mit 9,1 Milliarden Euro, obwohl sie die geringste Piraterierate hat.
Verlagerung in die Wachstumsmärkte
Insgesamt zeigt sich eine Verlagerung des Problems in die Wachstumsmärkte Asiens und Osteuropas, deren hohe Piraterieraten steigen beziehungsweise nur langsam zurückgehen. Die Wirtschaftskrise kommt im Untersuchungszeitraum noch nicht voll zum Tragen, so dass ihre Auswirkungen nur geringen Einfluss auf die Ergebnisse haben.
Bis 2014 werden zusätzlich 460 Millionen Menschen in Wachstums-und Schwellenländern online sein, erwartet IDC. Damit werde das Angebot an raubkopierter Software vergrößert. Denn viele der neuen Nutzer werden private Endverbraucher und kleine Unternehmen sein, die für gewöhnlich mehr raubkopierte Software einsetzen als größere Firmen oder Behörden. (apa/red)

