Montag, 25. August 2008

Studie gibt Entwarnung: Keine nachhaltigen Schädigungen an Erbgut durch Extremsport

  • Uni Wien führte Untersuchungen an Triathleten durch
  • Stress durch Sauerstoff-Radikale wird kompensiert

Entgegen Behauptungen bisheriger Studien schädigen extreme sportliche Belastungen - wie etwa ein Triathlon - das Erbgut nicht nachhaltig. Das geht aus einer vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützten und vom Department für Ernährungswissenschaften der Universität Wien durchgeführten Studie an 42 Triathleten hervor.

Bei den Männern wurden zwei Tage vor und bis 19 Tage nach dem Triathlon zahlreiche physiologische Werte aufgezeichnet. 24 der Extremsportler wurden auch auf Schäden der Erbsubstanz untersucht. Wie schon frühere Studien bestätigten die Wissenschafter um Projektleiter Karl-Heinz Wagner, dass es während des Wettbewerbes zu einem sogenannten oxidativen Stress kommt. Dabei bilden sich aggressive Sauerstoff-Radikale, welche auch das Erbgut (DNA) angreifen.

Die Wissenschafter konzentrierten sich in der Folge auf langfristige DNA-Schäden, die sich nach einer Zellteilung auch in den Tochterzellen wiederfinden. Nun gibt Wagner Entwarnung: Der extreme Leistungssport kann zwar - wie andere Untersuchungen belegen - zu kurzfristigen Beeinträchtigungen führen, langfristig sind allerdings keine vermehrten DNA-Schäden feststellbar.

Die Experten vermuten, dass dabei einerseits zelleigene DNA-Reparaturmechanismen im Spiel sind. Des weiteren reagiert der Körper auf den vermehrten Stress mit einer verstärkten Bekämpfung der freien Sauerstoff-Radikale. So wird schon die Ursache der Erbgut-Schädigung vermehrt ausgeschaltet. (apa/red)

25.8.2008 15:14