Sonntag, 31. August 2008

"Verbrechen am österreichischen Volk": Scharfe Kritik am AUA-Verkauf von FRITZ

  • Dinkhauser gegen Ausverkauf zum Schnäppchenpreis
  • Straffer Zeitplan: Erste Konzepte bis 12. September

Scharfe Kritik am geplanten AUA-Verkauf hat Fritz Dinkhauser vom "Bürgerforum Österreich - Liste FRITZ" geäußert. "Die AUA-Privatisierung ist ein Verbrechen am österreichischen Volk", empörte er sich. Mit dem "Ausverkauf zum "Schnäppchenpreis" verliere Österreich seine Eigenständigkeit und werde zu einem Anhängsel von Deutschland, meint er in Anspielung auf den Interessenten Lufthansa.

"Was ist das für eine Politik, die nicht einmal den Versuch macht, die AUA einem Konsortium österreichischer Firmen anzubieten. Oder dem österreichischen Volk als Volksaktien?" fragt der Tiroler Politiker.

Nach Bahn, Post und OMV sei die AUA-Privatisierung der nächste Ausverkauf von Eigentum, der das österreichische Volk schwäche. "Wenn's so weiter geht, spielen wir in Europa keine Rolle mehr, weil wir nicht mehr eigenständig agieren können", sorgt sich der Tiroler Rebell.

Straffer Zeitplan für AUA-Verkauf
Der Zeitplan für den AUA-Verkauf ist straff: Bis 12. September müssen erste Konzepte vorgelegt werden. Verbindliche Angebote werden bis 25. September - drei Tage vor der Nationalratswahl - erwartet, berichtet die "Presse" (Wochenendausgabe). Ende Oktober soll der Deal fixiert sein. Die ÖIAG erhält erst am 5. September von der Hauptversammlung (in Person des Finanzministers) den vom Ministerrat beschlossenen Privatisierungsauftrag.

Die deutsche Lufthansa ist einer von zwölf Interessenten für die AUA. Neben den großen Playern Lufthansa und Air France/KLM zeige auch die British Airways Interesse an der österreichischen Airline, so die "Presse".

(apa/red)

31.8.2008 13:59