Dem alten Schilling geht es an den Kragen:
Raimund-Fünfziger nur bis Montag tauschbar
- Noch Schillinge im Wert von 9,6 Mio. Euro in Umlauf
- Letzte aktuelle Schilling-Serie unbegrenzt tauschbar

Alte Schilling-Scheine und Schillingmünzen im Wert von 9,627 Mrd. Schilling (699,65 Mio. Euro) sind gut zehn Jahre nach dem Startschuss zur Gemeinschaftswährung Euro noch ausständig.
Davon sind 148,6 Mio. Euro "alte" Schilling-Serien, die schon zum Zeitpunkt des Euro-Tausches kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr waren. Während die letzte vor dem Umtausch gültige Schillingserie ohne jedes Zeit- oder Betrags-Limit weiterhin bei der Nationalbank getauscht werden können, verlieren frühere (schon vorher außer Kraft gesetzte) Serien nach und nach ihre Gültigkeit, können also nicht mehr getauscht werden.
Am 31. August ist es für die 50-Schilling-Banknote mit dem Porträt von Ferdinand Raimund so weit. Dieser Schein war im Februar 1972 ausgegeben worden und bis 1988 in Kraft. Wer solche Scheine bei sich noch findet, hat nur noch die letzten August-Tage Zeit, bei den OeNB-Kassen und beim Notenbank-"Tourbus" zu wechseln. Nach Ablauf der Tauschfrist wird wie immer der Gegenwert der nicht gewechselten Banknoten dieser Serie ans Finanzministerium überwiesen.
Per Ende Juli 2008 waren noch alte Raimund-Fünfziger im Gegenwert von 9,6 Mio. Euro nicht getauscht, berichtete Stefan Augustin von der OeNB beim Bankenseminar in Alpbach. "Am nächsten Montag wird sich der Finanzminister wieder über eine Überweisung freuen".
Nächstes Jahr heißt es endgültig Adieu für die 20-Schilling-Banknote mit dem Porträt von Carl Ritter v. Ghega. Sie verliert mit 30. September 2009 ihre Gültigkeit. So lang kann sie weiter getauscht werden.
(apa/red)

