Montag, 1. September 2008

Roger Federer kommt langsam in Fahrt: Schweizer steht ohne Mühe im Achtelfinale

  • Serbe Djokovic muss sich bei seinem Sieg plagen
  • Damen: Jankovic und Dementjewa sind weiter

Nach diesem Auftritt kann man bei den US Open in New York wieder ganz stark mit Roger Federer rechnen. Der als Nummer zwei gesetzte Titelverteidiger zeigte sein im bisherigen Turnierverlauf mit Abstand beste Leistung und zog mit einem glatten 6:3,6:3,6:2 über Radek Stepanek ins Achtelfinale ein. Der Schweizer trifft nun auf den Russen Igor Andrejew.

Sicher weiter auch Nikolaj Dawydenko und Andy Roddick, die Nummern fünf und acht des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres. Doch viel Mühe hatte die Nummer 3 des Turniers, Novak Djokovic. Er benötigte nicht nur wegen der Night Session wesentlich länger. Der Serbe verlor Satz eins gegen den Kroaten Marin Cilic mit 6:7, ehe er sich nach fast vier Stunden erst um 0:45 Uhr Ortszeit noch mit 7:5,6:4,7:6 durchsetzte. Viel hätte nicht gefehlt, und der ausgezeichnete Cilic hätte den Mitfavoriten in einen fünften Satz gezwungen. Doch im abschließenden Tie-Break war Djokovic eine Klasse für sich

"Cilic hatte auch den Sieg verdient, er hat unglaublich gespielt, vor allem mit dem Aufschlag. Er hat es mir sehr schwer gemacht", streute Djokovic seinem Gegner Rosen. Nächster Djokovic-Gegner im Achtelfinale ist Tommy Robredo, der den diesjährigen Australian-Open-Finalisten Jo-Wilfried Tsonga aus Frankreich glatt in drei Sätzen bezwang.

Souveräner Federer
Federer agierte hingegen souverän wie in seinen besten Zeiten. Nachdem er 96 Minuten lang mit Stepanek beinahe gemacht hatte, was er wollte, streckte er zum Zeichen des Sieges seinen Zeigefinger gen Himmel. Als wollte er sagen: "In New York bin ich immer noch die Nummer 1." Was auch stimmt, denn er feierte nun schon den 30. Sieg in Folge.

"Am Ende des Tages zählt doch nur der Turniersieg. Man vergisst all die unerzwungenen Fehler die man gemacht hat. Wenn ich einen der Slams gleich wieder gewinnen könnte, dann hätte ich den Faktor der Unbesiegbarkeit wieder. Ich versuche, in den frühen Runden niemanden zu beeindrucken", meinte der 27-jährige Schweizer, der vor kurzem seinen Nummer-1-Status an Rafael Nadal hatte abgeben müssen.

Auch Lokalmatador Roddick steht im Achtelfinale, hatte gegen den Italiener Andreas Seppi beim 6:2,7:5,7:6(4) keine Mühe. Er trifft nun auf den Olympia-Zweiten Fernando Gonzalez (CHI). Dawydenko bekommt es nun mit Überraschungsmann Gilles Muller aus Luxemburg zu tun, der nach Tommy Haas mit Nicolas Almagro (ESP) auch die Nummer 18 in fünf engen Sätzen aus dem Turnier nahm. Er ist der erste Luxemburger in einem Grand-Slam-Achtelfinale.

Alles nach Plan bei den Damen
Bei den Damen lief neben dem Ausscheiden von Marion Bartoli gegen Sybille Bammer alles nach Plan. Bammers nächste Gegnerin Jelena Jankovic setzte sich in drei Sätzen gegen Caroline Wozniacki durch und träumt weniger von der Rückeroberung der Nummer-1-Position, denn vom ersten Major-Titel ihrer Karriere. "Dass ist es, was ich wirklich unbedingt möchte. Ich werde alles geben, um das zu erreichen."

Was Jankovic zu ihrer nächsten Gegnerin sagt? "Ich habe heuer nicht gegen sie gespielt, aber letztes Jahr habe ich oft gegen sie gespielt. Ich habe eine positive Bilanz gegen sie und habe nur einmal gegen sie verloren. Ich weiß, wie ich gegen sie spielen muss. Sie ist eine Linkshänderin, läuft sehr gut und ist sehr solide."

Olympiasiegerin Jelena Dementjewa kam gegen die Chinesin Li Na locker weiter. Die Russin und US-Open-Finalistin von 2004 trifft nun auf Patty Schnyder, die erstmals seit 1998 in New York das Viertelfinale erreichte - mit einem Dreisatz-Erfolg über Katarina Srebotnik, die zuvor Yvonne Meusburger und auch die als Nummer 3 gesetzte Swetlana Kusnezowa eliminiert hatte.

(apa/red)

1.9.2008 10:50