Federer gibt sich am Tag zwei keine Blöße:
Noch keine Überraschungen bei US Open
- Williams-Schwestern ziehen in Runde zwei ein
- Daniela Hantuchova und Richard Gasquet out

·Ivanovic verhindert Aus in erster Runde
Musste gegen Russin über
drei lange Sätze gehen
·Favoritensiege am
ersten US-Open-Tag
Nadal muss kämpfen. Blake braucht fünf Sätze
·Die US Open 2008:
Auslosung der Herren
Alle Ansetzungen und Ergebnisse des Turniers
·Die US Open 2008:
Auslosung der Damen
Alle Ansetzungen und Ergebnisse des Turniers
Auch am zweiten Tag der mit 20,657 Mio. Dollar dotierten US Open in New York sind die ganz großen Überraschungen ausgeblieben. Titelverteidiger Roger Federer entledigte sich seiner Erstrunden-Aufgabe in 82 Minuten, Maximo Gonzalez (ARG) war nicht viel mehr als Trainingspartner beim 6:3,6:0,6:3. Mühelos zogen auch Serena und Venus Williams in die Runde der letzten 64 ein, für die topgesetzte Ana Ivanovic war der Auftakt allerdings sehr schwierig. Die Serbin stand erst nach 2:02 Stunden als 6:1,4:6,6:4-Siegerin über Wera Duschewina (RUS) fest.
Es war der 29. Sieg in Folge für Federer in Flushing Meadows nach vier Titeln in Serie. Ob er diesen Siegeslauf bis zum Turnierende fortsetzen kann, ist fraglich, doch Thiago Alves aus Brasilien in Runde zwei sollte Sieg Nummer 30 nicht verhindern können. Die Rückkehr zur Nummer 1 ist für Federer wichtig, aber jetzt nicht zwingend. "Druck verspüre ich nicht unbedingt, dass ich morgen sofort wieder Nummer 1 werden muss. Natürlich will ich es wieder werden. Aber ich weiß, dass - so lange ich fit bleibe - die Chance wieder kommen wird", meinte Federer nach dem lockeren Auftaktmatch am späten Dienstagabend.
Grundsätzlich hofft der Schweizer nur, dass nach zuletzt einigen schmerzlichen und überraschenden Niederlagen bei diesem Turnier alles zusammenpasst. "Ich habe in x-Turnieren bewiesen, was ich kann, daher habe ich von dieser Seite her keine Angst."
Ivanovic am Rande der Niederlage
Ana Ivanovic wäre beinahe als erste topgesetzte Spielerin überhaupt bei den US Open gleich zum Auftakt ausgeschieden, doch enttäuscht war das Tennis-Pin-up nach ihrem Auftritt nicht, eher erleichtert. "Eigentlich bin ich sehr glücklich, es ist schon ein großer Fortschritt, dass ich hier teilnehmen kann, weil nach den Olympischen Spielen war ich sehr enttäuscht", so Ivanovic, die ihren Start im Zeichen der Fünf Ringe wegen der anhaltenden Daumenverletzung kurzfristig hatte absagen müssen. Zwischenzeitlich war sie gar nach Australien zu ihrem Haus-Doktor gejettet, um die Verletzung abklären zu lassen. Ein paar Zysten haben die Entzündung hervorgerufen, Ivanovic ist erst seit ein paar Tagen wieder schmerzfrei und hat etwas Trainingsrückstand.
Serena Williams startete ihren Anlauf zu ihrem dritten US-Open-Titel nach 1999 und 2002 hingegen mit einem glatten 6:1,6:4 über Katerina Bondarenko aus der Ukraine. Die als Nummer 4 gesetzte US-Amerikanerin und diesjährige Wimbledon-Finalistin zeigte Muskeln und Powertennis und benötigte nicht ganz eine Stunde zum Weiterkommen. "Ich fühle mich großartig", meinte Serena grinsend. "Ich fühle mich sicher und ich habe wirklich viel Spaß mit mir selbst." Vor allem ihr Aufschlag, der nun schon lange Zeit gut funktioniere, sei nun definitiv einer ihrer stärksten Schläge geworden.
Venus gegen Serena im Viertelfinale?
Die 26-Jährige, die mit ihrer Schwester Venus Olympia-Gold im Doppel geholt hat, hofft auf ihren ersten Titel seit sechs Jahren vor Heimkulisse. So lange müssen die Fans auch schon auf einen Damen-Titel einer US-Amerikanerin in Flushing Meadows warten.
Auch Venus Williams benötigte beim 6:2,6:3 über Samantha Stosur (AUS) nicht viel Aufwand, ließ ihrer Gegnerin nach einem 1:3-Rückstand im zweiten Satz kein Game mehr. Damit haben Venus und Serena Williams den ersten Schritt in Richtung "Traum"-Viertelfinale genommen, von dem beide noch drei Siege trennen.
Geschwister Safin kommen weiter
Ein anderes Geschwisterpaar kam ebenfalls weiter, allerdings mit unterschiedlicher Intensität. Marat Safin musste sich gegen den US-Spieler Vince Spadea beim 3:6,6:2,6:3,4:6,6:4 sehr plagen, seine als Nummer 6 gesetzte Schwester, die Olympia-"Silberne" Dinara Safina, hatte hingegen gegen Kristie Ahn (USA) keine Mühe.
Marats kleine Schwester könnte in die Fußstapfen ihres Bruders treten, der hier vor acht Jahren den Siegespokal gen Himmel gestemmt hatte. Die French-Open-Finalistin und Turniersiegerin von Los Angeles und Montreal hat ja immerhin auch die US-Turnierserie vor den US Open gewonnen. "Damit würde ein Traum wahr werden", gesteht die 22-Jährige. "Sie ist absolut bereit, ihren ersten Grand Slam zu gewinnen. Ich bin wirklich stolz auf sie, wie sie mit dem Druck umgeht. Wenn sie bei allem jeweils das Gegenteil von dem macht, was ich in den Jahren gemacht habe, dann wird sie für lange Zeit die Nummer 1 der Welt werden", sagte Safin über seine Schwester.
Gasquet und Hantuchova out
Unter den Ausgeschiedenen waren die als Nummer 11 gesetzte Daniela Hantuchova, die sich einer wieder erstarkten Anna-Lena Grönefeld (GER) beugen musste, bzw. die Nummer 12 der Herren, Richard Gasquet, der mit Tommy Haas ebenfalls einem Vertreter aus Deutschland (in fünf Sätzen) unterlag. Nicolas Kiefer (GER-20) musste hingegen wegen seines ausgelaugten Körpers im vierten Satz gegen den Tschechen Ivo Minar aufgeben.
(apa/red)
