Dienstag, 26. August 2008

Ivanovic verhindert Aus in erster Runde:
Tennis-Beauty muss über 3 Sätze gehen

  • Fight gegen Russin Duschewina über zwei Stunden
  • Ist nach Daumenverletzung glücklich, dabei zu sein

Viel hätte nicht gefehlt, und Ana Ivanovic wäre als erste topgesetzte Spielerin überhaupt bei den US Open gleich zum Auftakt ausgeschieden. Die hübsche Serbin musste sich 2:02 Stunden abmühen, ehe sie sich gegen die Russin Wera Duschewina mit 6:1,4:6,6:4 durchsetzte. US-Open-Series-Siegerin Dinara Safina, die Nummer 6 des Turniers, hingegen hatte mit der US-Amerikanerin Kristie Ahn leichtes Spiel.

Wer nun eine enttäuschte Ivanovic erwartet hatte, wurde überrascht, denn die Serbin ist nach ihrer Daumenverletzung froh, überhaupt in New York am Start zu sein. "Eigentlich bin ich sehr glücklich, es ist schon ein großer Fortschritt, dass ich hier teilnehmen kann, weil nach den Olympischen Spielen war ich sehr enttäuscht", so Ivanovic, die ihren Start im Zeichen der Fünf Ringe wegen der anhaltenden Daumenverletzung kurzfristig hatte absagen müssen. Auch im Spiel gegen Tamira Paszek, dass die 17-Jährige in Montreal ja sensationell gewonnen hatte, war Ivanovic schon von dieser Verletzung gehandicapt gewesen.

Alles für die Fitness
Nach Peking hat Ivanovic alles in ihrer Macht stehende getan, um für Flushing Meadows fit zu werden, erzählte sie. "Ich bin sogar nach Australien geflogen, um meinen Doktor zu sehen." Mit Röntgen, MRI und anderen Tests sind aber keine Sehnenprobleme festgestellt, aber "sie haben ein paar Zysten gefunden, die die Entzündung hervorgerufen haben". In der Folge haben auch ihr Nacken und ihr Rücken darunter gelitten. "Vorher hatte ich keine Kraft mehr, ich konnte nicht einmal mehr das Racket halten."

Unter diesen Umständen ist freilich der knappe Sieg über Duschewina anders zu sehen. Erst vor ein paar Tagen war sie wieder ohne Schmerzen, sie hat einen Trainingsrückstand aufzuweisen. "Ich habe Wettkämpfe sehr gerne, also würde ich natürlich gerne hier gewinnen. Aber im Moment scheint mir das etwas zu viel verlangt, also denke ich jetzt von Match zu Match", meinte die French-Open-Siegerin auf ihre Chancen beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres befragt. Die nächste Gegnerin der Nummer 1 der Welt ist die Französin Julie Coin, die überraschend Casey Dellacqua zweimal im Tie-Break geschlagen hat. (apa/red)

26.8.2008 22:41