Mittwoch, 27. August 2008

Elmar Lichtenegger lebenslang gesperrt: Ex-Hürdensprinter des Dopings überführt

  • Leichtathletikverband sperrt ihn für alle Wettkämpfe
  • Ex-Politiker hatte schon einmal 15-monatige Sperre

Der Österreichische Leichtathletik Verband hat gegen den früheren Hürdensprinter Elmar Lichtenegger eine lebenslange Sperre verhängt. Das Urteil aus erster Instanz gilt für alle nationalen und internationalen Wettkämpfe sowie für alle Sportarten. Lichtenegger war 2007 der verbotene Wirkstoff Norandrosteron nachgewiesen worden. Der Kärntner hatte darauf seine Karriere beendet.

Gegen diese ÖLV-Entscheidung kann Lichtenegger bei der Unabhängigen Schiedskommission der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) innerhalb von vier Wochen eine Überprüfung begehren. Der ehemalige Athlet hatte 2007 wie schon bei einem positiven Test 2003 ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel für das Ergebnis verantwortlich gemacht.

Der Silbermedaillengewinner der Hallen-EM 2002 in Wien saß bereits 2003/04 eine fünfzehnmonatige Sperre wegen einer positiven Dopingprobe ab. Eine vom Leichtathletik-Weltverband (IAAF) verhängte zweijährige Sperre wurde damals durch ein Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) in Lausanne etwas gemildert.

Der 34-jährige Lichtenegger war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar. Vor wenigen Tagen hatte er ohne Startnummer und ohne Zeitnehmungs-Chip am "Kärnten-Läuft"-Halbmarathon am Wörthersee teilgenommen und für Aufregung gesorgt. Da es sich um eine offizielle Veranstaltung des ÖLV gehandelt hat, meldete Generalsekretär Roland Gusenbauer den Sachverhalt an die NADA, die dies nun prüft.

(apa/red)

27.8.2008 14:47