Clintons Fans protestieren gegen Obama:
Anhänger werfen Betrug und Seximus vor
- Auch Vorwurf der Wahlmanipulation wurde genannt
- "Ich glaube, er richtet mehr Schaden als Nutzen an"

Ungeachtet aller Appelle zur Geschlossenheit haben hunderte Anhänger von US-Senatorin Hillary Clinton in einem Protestmarsch am Rande des Wahlparteitags der Demokraten in Denver gegen Barack Obama demonstriert. Wenige Stunden vor Clintons Parteitagsrede warfen etwa 2000 Demonstranten der Parteiführung der Demokraten Betrug bei den Vorwahlen vor. Außerdem wurden Vorwürfe des Sexismus gegen US-Medien laut. Clinton hatte ihre Anhänger zuvor immer wieder zur Unterstützung des designierten Spitzenkandidaten Obama aufgerufen.
Der 51-jährige Clinton-Anhänger Geoff Clunas warf der Parteiführung auf der Kundgebung in der Innenstadt von Denver vor, das Ergebnis der Vorwahlen zugunsten Obamas manipuliert zu haben. "Das war kein Wettbewerb, das war ein abgekartetes Spiel", sagte er. Erstmals seit mehr als 40 Jahren werde er bei der Präsidentschaftswahl nicht für die Demokraten stimmen. "Ich traue Obama nicht, ich glaube, er richtet mehr Schaden als Nutzen an."
Auch die Clinton-Anhängerin Laurie Long äußerte Zweifel an Obama. "Wir wissen noch nicht alles über seine Vergangenheit", sagte die 49-Jährige. "Wie können wir wissen, ob er nicht doch ein Radikaler ist?" Long kündigte an, diesmal für den republikanischen Kandidaten John McCain zu stimmen. Die 19-jährige Studentin Andrea Biggs sagte: "Viele von uns sind wirklich zornig darüber, wie Hillary behandelt wurde." Es habe "viel Sexismus in den Medien gegeben, der ganze Wahlprozess war gegen sie gerichtet". (apa/red)
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