Dienstag, 26. August 2008

Obama sollte am Parteitag getötet werden:
Polizei vereitelt Mordanschlag von Rassisten

  • Denver: Exekutive nimmt vor Event vier Männer fest
  • Waffen, Drogen & kugelsichere Westen sichergestellt

Große Aufregung am Rande des demokratischen Parteitags in Denver im US-Bundesstaat Colorado: Die Polizei nahm vor Beginn der Veranstaltung vier Männer fest, die laut der "Denver Post" möglicherweise einen rassistisch motivierten Anschlag auf den designierten Präsidentschaftskandidaten Barack Obama geplant hatten. Bundesstaatsanwalt Troy Eid habe allerdings betont, dass "zu keiner Zeit eine Gefahr für den Parteitag oder Obama bestanden hat".

Bei den vier festgenommenen Männern waren demnach Drogen und Waffen gefunden worden. Zunächst sei der 28 Jahre alte Tharin Gartrell in Aurora wegen des Verdachts auf Trunkenheit am Steuer angehalten worden. Dabei seien zwei Gewehre, eines davon mit eine Zielfernrohr sowie eine kugelsichere Weste und Munition entdeckt worden. Drei weitere Personen wurden im Anschluss festgenommen, wobei einer bei der vergeblichen Flucht aus einem Fenster gesprungen sei und sich dabei den Fuß gebrochen habe.

Einer der Männer habe "glaubwürdige Drohungen" gegen Obama ausgestoßen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Polizeikreise. Es habe auch andere besorgniserregende Äußerungen der Verhafteten gegeben. Die Ermittler seien sich aber noch nicht sicher, ob die Männer tatsächlich ein Attentat auf Obama geplant hätten. Dann will der schwarze Politiker vor 76.000 Menschen im Football-Stadion von Denver offiziell die Nominierung seiner Partei zum Präsidentschaftskandidaten annehmen. Der US-Geheimdienst sowie die US-Bundespolizei FBI sind in den Fall eingeschaltet. (apa/red)

26.8.2008 22:56