Samstag, 30. August 2008

Sechs mutmaßliche Attentäter in China getötet: Nach einigen Anschlägen in Xinjiang

  • Uiguren klagen über Unterdrückung durch Regierung
  • Wollten während Olympia Aufmerksamkeit erregen

In der chinesischen Provinz Xinjiang sind mindestens sechs mutmaßliche Aufständische von Polizisten getötet worden. Chinesische Sicherheitskräfte töteten in einem Kornfeld in der Präfektur Kashgar die Männer, die sich mit Messern ihrer Festnahme widersetzten. Ihnen wird vorgeworfen, an einem Anschlag im August beteiligt gewesen zu sein.

In der vorwiegend von muslimischen Uiguren bewohnten autonomen Provinz im Westen Chinas hat es in den vergangenen Monaten verstärkt gewaltsame Auseinandersetzungen gegeben. Bei dem schwersten Anschlag wurden am 4. August in Kashgar 16 Polizisten getötet, sechs Tage später starben bei einem Attentat auf eine Polizeistation zehn Angreifer und ein Sicherheitsbeamter.

Unter den 8,3 Millionen muslimischen Uiguren mehren sich in jüngster Zeit die Klagen über eine Unterdrückung durch die kommunistische chinesische Herrschaft. Grund für die Zunahme der Gewalt könnte nach Ansicht von Experten sein, dass nach Unabhängigkeit strebende Gruppen während der Olympischen Spiele in Peking auf die Probleme in Xinjiang aufmerksam machen wollten.

(apa/red)

30.8.2008 08:57