Russland erntet internationale Kritik von Bush und Merkel für Anerkennungspläne
- US-Präsident will Wahrung der georgischen Integrität
- Merkel distanziert sich von Forderung: "Große Sorge"
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Die Forderung der beiden russischen Parlamentskammern nach Anerkennung der Unabhängigkeit der von Georgien abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien ist international auf Kritik gestoßen. Georgien wies den Beschluss als völkerrechtswidrig zurück. US-Präsident Bush forderte die Wahrung der territorialen Integrität Georgiens.
Präsident Medwedew reagierte zunächst nicht auf den umstrittenen Aufruf. Der Kremlchef hatte zuletzt starke Sympathien für das Streben Abchasiens und Südossetiens nach Unabhängigkeit gezeigt. Unter russischen Experten ist aber umstritten, ob Medwedew in nächster Zeit die Unabhängigkeit der Gebiete juristisch anerkennt.
Internationale Reaktionen
Bush rief die russische Führung in einer Erklärung dazu auf, die Separatisten-Regionen nicht als unabhängig anzuerkennen. Georgiens territoriale Integrität und Grenzen müssten genauso respektiert werden wie die jeder anderen Nation, sagte Bush. Das Weiße Haus teilte mit, dass Vizepräsident Richard Cheney am 2. September zu Gesprächen mit dem georgischen Präsidenten Saakaschwili nach Tiflis reisen wird.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel distanzierte sich von der Forderung des russischen Parlaments. Sie sehe dies mit "großer Sorge", sagte Merkel in Stockholm nach einem Gespräch mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt.
Russlands Vize-Generalstabschef Anatoli Nogowizyn kündigte unterdessen den Verbleib russischer Friedenssoldaten im Konfliktgebiet an. "Wir werden diese Mission weiter ausüben und die Lage in der Region stabilisieren", sagte der General nach Angaben der Agentur Interfax. Er drohte Georgien indirekt mit dem Abschuss unbemannter Aufklärungsflugzeuge, sollte die Führung in Tiflis diese in Südossetien und Abchasien einsetzen. (apa/red)
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