Fritz Dinkhauser will Sozialminister werden:
Er holt Promis und will in Wien mitregieren
- Ziel sind zehn Mandate und sechs Prozent Stimmen
- NEWS: So soll seine Liste "Rechtsdruck" verhindern

Der Alpenrebell jubelt: "Wir haben die nötigen 2.600 Unterstützungsunterschriften erheblich übersprungen." Worauf Fritz Dinkhauser besonders stolz ist: Dass er im Gegensatz zu anderen Kleinparteien niemanden mit Geld ("Ich weiß, dass 50 Euro und mehr pro Stimme gezahlt wurden") ködern musste. Worauf er noch stolz ist: Dass er in Wien als Spitzenkandidatin die Ex-FPÖ-(spätere BZÖ-)Frontfrau Theresia Zierler gewann. "Ansonsten habe ich nur einfache Bürger und etliche Bürgermeister von SPÖ und ÖVP auf der Liste." Jetzt hat Dinkhauser einige Regierungsziele:
Der Tiroler sieht die definitive Chance, nicht nur mit bis zu zehn Mandaten in den Nationalrat einzuziehen: "Sechs Prozent Stimmen wären in Ordnung, alles drüber ein Riesenerfolg." Er will viel mehr: nämlich regierungspolitisch als "dritte Kraft" in eine Koalition eintreten. Dinkhauser: "Ich habe dann weder ein Problem mit der SPÖ noch mit der ÖVP, allerdings mit einer erneuerten ÖVP, die sich unbedingt neu aufstellen wird müssen, zu koalieren." Seine Bürgerliste könne einen "Rechtsruck" in Österreich durch FPÖ und BZÖ verhindern, so der Tiroler, und durch einen Eintritt in eine Dreier-Koalition sowohl Strache wie Haider von Regierungsämtern fernhalten. Etwa mit Schwarz-Grün oder Rot-Grün als Partner.
Der "Preis" dafür ist das Sozialministerium
"Bei mir können sich d' Leut daheim fühlen und sicher sein, dass sie durch mich bestens vertreten sind." Darum: "Sollten wir mitregieren können, wird es einen Sozialminister Dinkhauser plus einen Staatssekretär von der Bürgerliste geben." Denn Reformen von Gesundheit, Pension und Pflege, also Soziales, plus Jugend und Frauenagenden, müssten in einem Ressort gebündelt sein. Und dazu komme - in der Staatssekretärs-Funktion im Finanz- oder Wirtschaftsministerium -, dass etwas gegen die Belastung der Bürger, Stichwort: effiziente Steuersenkung, unternommen werden müsste.
Sparsamst, nur mit einem 1,5-Millionen-Euro-Kredit auf eigenes Risiko, startet Dinkhauser jetzt in den Wahlkampf. Mit einer Großveranstaltung pro Bundesland, mit Tausenden DVDs, die seine Bürgerliste in allen Gemeinden Österreichs verteilt: "Damit alle Bürger informiert sind, wofür ich stehe: Ich bin kein Wunderwuzzi, aber ich will eine neue Gerechtigkeit für Österreich. Im Wahlkampf rollen wir die Republik von West nach Ost auf."
Den gesamten Bericht lesen Sie im aktuellen NEWS 35/2008
