Dienstag, 26. August 2008

Zierler kandidiert in Wien für Dinkhauser:
Nach FPÖ und BZÖ nun für den ÖVP-Rebellen

  • Spitzenkandidatin braucht "keinen Vesorgungsjob"
  • Auch Ex-ORF-Technikdirektor Matuschka auf Liste

Theresia Zierler tritt als Wiener Spitzenkandidatin für die "Liste Fritz Dinkhauser" an. Die einstige FPÖ-Generalsekretärin, steirische BZÖ-Landtagsabgeordnete und "Willkommen Österreich"-Moderatorin präsentierte sich mit den übrigen Kandidaten der Öffentlichkeit - und zeigte sich dabei bezüglich Koalitionen nach allen Seiten hin offen.

Es gehe ausschließlich um Inhalte und klar sei: "Die Theresia Zierler steht für Fritz Dinkhauser und sonst gar nichts." Eine Ausgrenzungspolitik gegen andere Parteien dürfe es nicht geben. Sie selbst habe ihre Heimat jedenfalls bei Dinkhauser gefunden, zumal sie eine Partei brauche, an die sie glauben könne.

Nach ihrem Austritt aus dem BZÖ vor einem Jahr sei sie beinahe zur Nichtwählerin geworden, habe nun aber wieder eine Aufgabe gefunden, begründete sie ihr Engagement. Dabei gehe es ihr und ihren Kollegen um die Sache: "Es braucht keiner von uns einen Versorgungsjob."

Ein weiterer Kandidat auf der Landesliste, den Fritz Dinkhauser präsentierte, war Karl Matuschka, einstiger Technischer Direktor des ORF. Er kritisierte das jetzige Management des Senders, welches von der Regierung installiert worden sei, um den öffentlichen Rundfunk an den Rand des Ruins zu treiben und anschließend Teile davon verkaufen zu können.

Auf der Dinkhauser-Landesliste finden sich weiters Hermann Neuhold, christdemokratischer Gewerkschafter, oder auch Marcus Täuber, einstiger Wahlkampfleiter der ÖVP-Ottakring. Als jüngstes Mitglied wurde der 19-jährige Maturant Michael Vavra nominiert.
(apa/red)

26.8.2008 19:35