Molterer will Kanzler & Kulturminister sein: Konstruktion mit Staatssekretär 'spannend'
- Kulturpolitik brauche radikal Neues & zu Sicherndes
- Weiteres Ziel: Neustrukturierung der Filmförderung

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Vizekanzler Molterer möchte die Agenden des Kunstministers selbst übernehmen, falls er nach der Wahl Bundeskanzler werden sollte. Seiner Ansicht nach brauche Kulturpolitik das "radikal Neue" und das "zu Sichernde", müsse sich aber auch "zur Elite bekennen und zugleich die Breite respektieren", so Molterer.
Kulturpolitik sei kein Wahlkampfthema, sondern "die muss uns ständig bewegen", so der Vizekanzler in den "Salzburger Nachrichten". Kulturpolitik heiße zum einen "Ermöglichen, also neugierig sein und Risiken eingehen. Zum anderen bedeutet sie auch Bewahren, weil Österreich aus einer unendlichen Fülle der Tradition schöpfen kann." Von der Kulturpolitik der SPÖ unterscheide sich die ÖVP in der Tatsache, dass Kultur nicht allein in Hauptstädten stattfinden dürfe. Die Ankündigung, die Kulturagenden selbst in die Hand zu nehmen, falls er Bundeskanzler wird, begründet Molterer mit seinem "persönlichen Anliegen" an der Kulturpolitik.
Die Konstruktion mit einem Staatssekretär halte er für "spannend". Er wolle eine "Struktur schaffen, die der Kunst den richtigen Stellenwert gibt". Als wichtigste Ziele nennt Molterer unter anderem eine "Österreich Stiftung", die als Nachfolgeeinrichtung der Artothek Kunst kaufen und die Werke jener Künstler sichern könne, die die österreichische Kultur in den letzten Jahren weltweit geprägt haben.
Eine solche Stiftung wäre aber kein Ersatz für die Museen, wie er betont. Ein weiteres Ziel sei die Neustrukturierung der Filmförderung, "nicht nur, weil wir einen Oscar-Preisträger haben". Auch die steuerliche Absetzbarkeit für private Mäzene werde ein Thema für die nächste Steuerreform.
(apa/red)
