Montag, 25. August 2008

VP-Senioren greifen Faymann scharf an:
Andreas Khol stellt das Wahlprogramm vor

  • Wahl zwischen "Fachmann" und "Dilettantismus"
  • Forderung nach Verlängerung der Pflegeamnestie

Mit scharfen Attacken gegen den SPÖ-Spitzenkandidaten bei der Nationalratswahl Werner Faymann sind die VP-Senioren in den Wahlkampf gestartet. Die Österreicher müssten sich bei der zwischen einem "erfahrenem Fachmann" und dem "Chef des Dilettantismus" entscheiden, so VP-Seniorenbund-Obmann Andreas Khol auf der Auftaktpressekonferenz zur Wahl-Kampagne zusammen mit Landesvertretern des Seniorenbundes. Inhaltlich legen die VP-Seniorenvertreter ihre Schwerpunkte unter anderem auf die Themen Pflege, Pensionen und EU-Politik.

Die Nationalratswahl sei eine Richtungswahl zwischen "Sicherheit " oder dem "Abgleiten in den Populismus", erklärte Khol. Für den "Dilettantismus" der SPÖ nannte er mehrere Beispiele: Zum einen hob er den von Verteidigungsminister Norbert Darabos ausverhandelten Eurofighter-Vergleich hervor, mit dem man sich zum"Gespött" Europas gemacht habe. Zum Zweiten kritisierte er das Abweichen der Sozialdemokraten in Sachen EU-Politik, hinter dem der VP-Politiker populistische Motive vermutet. Als "Populismus der Sonderklasse" bezeichnete er auch die SP-Forderung nach Abschaffung der Studiengebühren, angesichts der offenen Frage, "woher das Geld dafür kommen soll".

Verlängerung der Pflegeamnsetie
Im Wahlprogramm der VP-Senioren findet sich unter anderem die Forderung nach Verlängerung der Pflegeamnestie für die 24-Stunden Betreuung. Außerdem beinhaltet es den Wunsch nach Abschaffung des Ehegattenregresses und der Vermögensgrenze für Pflege im Heim. Weitere Punkte: ein klares Bekenntnis zu Europa sowie die Forderung nach der raschen Umsetzung der bereits von der Regierung beschlossenen Pflegegelderhöhung.

Mit drei Konvois werden die VP-Pensionisten in insgesamt 280 österreichischen Orten und Gemeinden ausrücken. 26 Großveranstaltungen und 52 spezielle Seniorenveranstaltungen stehen auf dem Programm, wie Khol ankündigte.

Mit dem bisherigen Wahlkampf seiner Partei zeigte sich Khol zufrieden. So sei noch keine Panne passiert, freute er sich. Außerdem würden die VP-Themen den Wahlkampf bestimmen, meinte der ehemalige Nationalratspräsident weiter. Dass bei der ersten Plakatserie Spitzenkandidat Wilhelm Molterer nicht erscheint, wertet er ebenfalls als positiv: "Alle fragen nach dem Molterer, super!"
(apa/red)

25.8.2008 14:01