Samstag, 30. August 2008

Zwei Drogentote an einem Tag: Opfer dürften Dosierung falsch eingeschätzt haben

  • 37-jähriger Mann spritzte sich Ersatzstoff Substitol
  • Gunskirchen: 25-jährige von ihrer Mutter gefunden

Gleich zwei Oberösterreichern ist ihre Drogensucht zum Verhängnis geworden. In beiden Fällen dürften die Opfer die Dosierung ihres Opiats falsch eingeschätzt haben. Fremdverschulden oder Selbstmord liegen nach Angaben der Polizei nicht vor.

Der erste Drogentote stammte aus Linz. Im Stadtteil "Neue Heimat" entdeckte ein Mann die Leiche seines Mitbewohners. Nach bisherigem Erkenntnisstand dürfte der 37-Jährige an einer Mischung aus Drogenersatzstoffen und Alkohol gestorben sein. Zusätzlich soll er sich das Substitol gespritzt haben statt es zu schlucken, um die Wirkung zu verstärken. Der Mann erlag laut Arzt einem Herz-Kreislauf-Versagen.

Die Leiche einer 25-jährigen Drogenabhängigen wurde in Gunskirchen (Bezirk Wels-Land) entdeckt. Die junge Frau wurde von ihrer Mutter leblos im Bett aufgefunden. Laut Auskunft der Polizei hatte die 25-Jährige seit zwei Jahren Suchtgift genommen. Noch Anfang Juli war sie stationär im Krankenhaus für ein Drogenentzugsprogramm aufgenommen worden. Ob sie, wie der 37-jährige Linzer, an einer Überdosis des Drogenersatzstoffes Substitol gestorben ist oder andere Opiate zu sich genommen hat, konnte die Polizei nicht beantworten. Es sein auch keine Obduktion angeordnet worden, hieß es.

(apa/red)

30.8.2008 17:33